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Aus Genealogen im Hinterland
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Zurück zum Frischwasser und der Frage, wie es aus dem Wasserhahn kam. Um die Jahrtausendwende, von der wir eingangs sprachen, gab es in den ländlichen Gebieten noch keinen elektrischen Strom und somit auch keine elektrischen Pumpen. Für einen natürlichen Druck in der Wasserleitung sorgte ein Wasserbassin oberhalb der Ortslage, das ebenfalls nachgefüllt werden musste. Die Füllung des Hochbehälters versuchte man mit Wasser aus den Bergen zu sichern. Dazu wurde hier ein ca. 200 Meter tiefer Stollen in den Berg getrieben, aber das reichte nicht aus. Glücklich war, wer wie wir auf vorhandene Bergbaustollen zugreifen konnte. Unsere Dorfältesten erinnerten sich an vorhandene Stollen im Asch, die es zu generieren galt. Dazu wurden die Stollen ausgeräumt und die Sohle mit einer Betonrinne versehen, um einen Wasserverlust in den Untergrund zu vermeiden. Jedoch war das Wasseraufkommen immer noch nicht so ergiebig wie erwartet. Im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs wurde unser Ort an das Stromnetz der (HNÜ) Hessen-Nassauische-Überlandzentrale mit ihrem Sitz in Oberscheld angeschlossen. Während der Kriegszeit des ersten Weltkrieges stockte wegen akutem Materialmangel der weitere Ausbau. Der Bau des Hüttenwerkes des Hessen-Nassauischen-Hüttenvereins im Juni 1913 und die dadurch bedingt ansteigende Ortsbevölkerung veranlasste die Gemeinde auf dem Gelände des bis dahin größten Arbeitgebers Louis Ritter im Jahr 1920 den ersten Tiefbrunnen anzulegen. Finanziert wurde der Tiefbrunnen durch Verkauf der Kriegsanleihen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges konnte das Wasser durch die bereitstehende Elektrizität mittels Pumpe und Anschluss in das Ortsnetz gepumpt werden, Durch die stark angewachsene Ortsbevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg musste ein weiterer Tiefbrunnen in Betrieb genommen werden. Auf dem Festplatz am Ortsausgang hinter dem letzten Haus wurde der Tiefbrunnen gebohrt und ein Häuschen mit der Fördertechnik darüber errichtet. Die Bebauung in der Ortslage zog sich im Laufe der Jahre immer weiter an den Berghängen empor, so dass irgendwann der natürliche vorhandene Wasserdruck nicht mehr ausreichend war. Ein neues Wasserbassin musste her, größer und höher gelegen. Im Jahr 1970 wurde ein neuer Hochbehälter oberhalb des Alten erbaut. Viele Menschen bedauern es heute, dass man den alten Hochbehälter infolge abgerissen hat.
 
Zurück zum Frischwasser und der Frage, wie es aus dem Wasserhahn kam. Um die Jahrtausendwende, von der wir eingangs sprachen, gab es in den ländlichen Gebieten noch keinen elektrischen Strom und somit auch keine elektrischen Pumpen. Für einen natürlichen Druck in der Wasserleitung sorgte ein Wasserbassin oberhalb der Ortslage, das ebenfalls nachgefüllt werden musste. Die Füllung des Hochbehälters versuchte man mit Wasser aus den Bergen zu sichern. Dazu wurde hier ein ca. 200 Meter tiefer Stollen in den Berg getrieben, aber das reichte nicht aus. Glücklich war, wer wie wir auf vorhandene Bergbaustollen zugreifen konnte. Unsere Dorfältesten erinnerten sich an vorhandene Stollen im Asch, die es zu generieren galt. Dazu wurden die Stollen ausgeräumt und die Sohle mit einer Betonrinne versehen, um einen Wasserverlust in den Untergrund zu vermeiden. Jedoch war das Wasseraufkommen immer noch nicht so ergiebig wie erwartet. Im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs wurde unser Ort an das Stromnetz der (HNÜ) Hessen-Nassauische-Überlandzentrale mit ihrem Sitz in Oberscheld angeschlossen. Während der Kriegszeit des ersten Weltkrieges stockte wegen akutem Materialmangel der weitere Ausbau. Der Bau des Hüttenwerkes des Hessen-Nassauischen-Hüttenvereins im Juni 1913 und die dadurch bedingt ansteigende Ortsbevölkerung veranlasste die Gemeinde auf dem Gelände des bis dahin größten Arbeitgebers Louis Ritter im Jahr 1920 den ersten Tiefbrunnen anzulegen. Finanziert wurde der Tiefbrunnen durch Verkauf der Kriegsanleihen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges konnte das Wasser durch die bereitstehende Elektrizität mittels Pumpe und Anschluss in das Ortsnetz gepumpt werden, Durch die stark angewachsene Ortsbevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg musste ein weiterer Tiefbrunnen in Betrieb genommen werden. Auf dem Festplatz am Ortsausgang hinter dem letzten Haus wurde der Tiefbrunnen gebohrt und ein Häuschen mit der Fördertechnik darüber errichtet. Die Bebauung in der Ortslage zog sich im Laufe der Jahre immer weiter an den Berghängen empor, so dass irgendwann der natürliche vorhandene Wasserdruck nicht mehr ausreichend war. Ein neues Wasserbassin musste her, größer und höher gelegen. Im Jahr 1970 wurde ein neuer Hochbehälter oberhalb des Alten erbaut. Viele Menschen bedauern es heute, dass man den alten Hochbehälter infolge abgerissen hat.
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[[Datei:Trinkwasser fuer Breidenbach 3.png|mini|center|hochkant=1|Das alte Wasserbassin erbaut im Jahr 1906 vor dem Asch]]
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[[Datei:Trinkwasser fuer Breidenbach 4.png|mini|center|hochkant=1|Das alte Wasserbassin kurz vor dessen Abbruch]]
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[[Datei:Trinkwasser fuer Breidenbach 5.png|mini|center|hochkant=1|Bild aus dem ursprünglichen Wasserstollen vor dem Asch mit direktem Zugang zum Hochbehälter]]
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[[Datei:Trinkwasser fuer Breidenbach 6.png|mini|center|hochkant=1|Alter Bergbaustollen im Hollerstrauch mit betonierter Bodenrinne zur Wassergewinnung]]
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| Bild1      = Trinkwasser fuer Breidenbach 3.png
[[Datei:Trinkwasser fuer Breidenbach 7.png|mini|center|hochkant=1|Gruppenbild der Männer, die an dem Bau des Wassersammlers im Kornbachtal beteiligt waren. Zur Erinnerung an den Freiwilligen Arbeitsdienst Breidenbach, den 6. Mai 1933]]
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| Untertitel1 = Das alte Wasserbassin erbaut im Jahr 1906 vor dem Asch
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== Die Situation vor dem Zweiten Weltkrieg ==
 
== Die Situation vor dem Zweiten Weltkrieg ==
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