Jörg Debus (1826–1893) aus Pahles im Buch von Justi

Aus Genealogen im Hinterland
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Autoren: Günter Debus und Helmut Mankel

Einordnung in die Linie der Familie

Im Hause Pahles in Dautphe wohnten um 1800 Georg Rupp und Catharina, geb. Engelbach.

Georg Rupp ()

In der Kirchenstuhl-Liste von 1851 hat das Haus die Nummer 45; als Eigentümer wird Georg Debus genannt (Nassauer, M., 1990, S. 181). Das Haus an der Hauptstraße wurde 1945 durch Bomben zerstört, das Haus gehört 1985 zum Anwesen Werner Reuter.

1852 heiratete Georg Debus aus der Bundenberg-Mühle in Buchenau die Tochter Magdalena. Sein Bruder Heinrich heiratete im selben Jahr in Pahles ein.

Georg (Jörg) Debus (1826–1893)
(1) Debus, Georg (1826–1893) ⚭ 1852 Rupp, Magdalena (1822–1873)
(2) Dorothea Debus (1857–1934)

Sie heiratete 1882 Christian Kuhnbächer (1854–1925) aus Holzhausen.

Das ehemalige Rupp’che Haus Pahles wurde beim Bombenabwurf auf Dautphe am 16. März 1945 vollkommen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Es folgte ein Neubau an andere Stelle. Die Familie hatte bei dem Bombenangriff keine Toten zu beklagen, da alle außer Hause waren.

Georg Debus auf Bild verewigt

Ferdinand Justi: Jörge Debus

Wie sah Jörg Debus aus?

Das erfahren wir im Buch von Ferdinand Justi (1837–1907): Hessisches Trachtenbuch 1899–1905[1]

Ferdinand Justi stammte aus einer Marburger Gelehrtenfamilie, 1837 in Marburg geboren, Sohn des Marburger Philosophen und lutherischen Theologen Karl Wilhelm Justi (1767–1846).

Ferdinand Justi war seit 1869 Professor für vergleichende Grammatik und germanistische Philologie in Marburg. Er war auch als Orientalist ausgewiesen.

„Neben seiner Hochschultätigkeit studierte er akribisch das Leben der hessischen Landbevölkerung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, insbesondere im näheren und weiteren Umkreis von Marburg, schrieb seine Beobachtungen auf und hielt sie in unzähligen Skizzen und Aquarellen fest. Zu seinen Hauptmotiven zählten Gebäude, Einrichtungsgegenstände, landwirtschaftliche Geräte und vor allem Trachten mit ihrer Farbigkeit, ihren Feinheiten und dem Zubehör.“

Unter den Bildern sind Darstellungen von Menschen, u. a. aus Steinperf, Bottenhorn und Dautphe. In Dautphe ist es Pahles Jörg Debus (1826–1893). Das Bild wurde offenbar schon Jahre vor der Veröffentlichung – vor seinem Tod 1893 – gemalt.

Anmerkungen und Einzelnachweise

  1. Ferdinand Justi: Hessisches Trachtenbuch 1899–1905. Hitzeroth, Marburg, Nachdr. d. Ausg. 1989, Elwert, Marburg, Hessisches Trachtenbuch. Hrsg. v. Günther Hampel, ISBN 978-3-925944-61-1