Hatzfeld (Eder)

Aus Genealogen im Hinterland
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Wappen

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Hatzfeld ist ein Stadtteil von Hatzfeld (Eder).

Hatzfeld(6 K, 10 S)
Biebighausen(3 S, 1 D)
Ebenfeld(1 S)
Eifa(6 S)
Holzhausen/Eder(5 S)
Lindenhof (Hatzfeld)(1 S)
Reddighausen(7 S)

Ort

Siedlungen

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Burgen

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Gewerbesiedlungen

Mühlen

Forsthäuser

Wüstungen

Chronik

Aus einer Publikation der Stadt Hatzfeld (Eder):

Wie bei den meisten Städten und Gemeinden unseres Landes gibt auch die Ersterwähnung des Namens Hatzfeld in einer Urkunde aus dem Jahre 1138 keinen Aufschluss über das Jahr der Gründung, so dass die früheste Geschichte der Stadt wohl für immer in historischem Dunkel gehüllt bleiben wird. In der Urkunde aus dem Jahre 1138/39 wird ein Adliger von Hepisvelt (die alte Bezeichnung für Hatzfeld) als Zeuge einer landgräflichen Verhandlung genannt. Der Ort selbst wird erst 1282 urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit gab es erbitterte Machtkämpfe zwischen den Mainzer Erzbischöfen und den Landgrafen von Thüringen, den späteren Grafen von Hessen. Die Familie derer von Hepisvelt war eine kampfkräftige Ritterfamilie, die meist zu der Mainzer Partei hielt und lange Zeit die wichtige Burg Mellnau oberhalb Wetter inne hatte. Eine Burg in Hatzfeld hat es spätestens im 12. Jahrhundert gegeben. Diese Burg wurde 1131 durch die von Hatzfeld den mittlerweile hessischen Landgrafen zu Lehen gegeben. Das unter ihr liegende „Tal“, in welchem Gebiet das Mainzer Erzstift die Gerichtshoheit besaß, erhielt 1340 die Stadtrechte verliehen. Bereits zu diesem Zeitpunkt also wurde Hatzfeld eine Stadt, die mit Mauern befestigt war und zwei Stadttore hatte.

Das folgende Vierteljahrhundert war von ständigen Streitereien zwischen Mainz und Hessen gezeichnet, die Siedlungen wüst werden, manche Dorfkirche stärker bewehren und einige adlige Steinhäuser (Kemnaten) mehr entstehen ließen, es zeigten sich aber in unserem Gebiet keine besonderen Höhen und Tiefen in diesem Machtkampf, sondern eher ein Streben zu immer neuem Ausgleich der Kräfte in diesem von der damaligen Politik etwas abseits gelegenen Winkel. Erst als 1427 das Erzstift empfindlich geschlagen wurde, zeigten sich Veränderungen. 1429 wurde die Stadt Hatzfeld hessisches Lehen. Bereits 1570 lag die Burg derer von Hatzfeld zumeist in Trümmern. Damals kam die Hälfte der Herrschaft, 1588 ein weiteres Viertel und 1772 bis 1776 der Rest an Hessen.

Die Burg war noch 1707 von einem Zweig der Familie bewohnt, wurde dann aber dem völligen Verfall und schließlich dem Abbruch überlassen. Der eindrucksvollste Rest ist heute der Halsgraben. 1635 wurde Melchior von Hatzfeld-Wildenburg, kaiserlicher General, mit der Herrschaft Trachenberg in Schlesien belehnt. 1741 wurde diese durch Friedrich den Großen zum Fürstentum erhoben und 1748 die Familie in den Reichsfürstenstand versetzt.

Aus den Überlieferungen der vergangenen Jahrhunderte ist zu entnehmen, dass mancher Krieg seinen Tribut von Hatzfeld forderte. Vor allem die Wirren des Dreißigjährigen Krieges brachten unserer Stadt viel Drangsal und Leid. Truppendurchzüge aller streitenden Parteien, die Vieh und Vorräte beanspruchten, persönliche Verfolgung und furchtbarste Heimsuchung wiederholt die Pest und dezimierten die Bevölkerung. Aber auch die französischen Revolutionswirren und die Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an der Stadt vorbei. Sie brachten nochmals großes Elend über das ganze Land und leiteten schließlich einen neuen Abschnitt in der Geschichte ein.

Von 1885 bis 1950 war Hatzfeld nur noch Landgemeinde und ist seitdem wieder Stadt.

Hatzfeld war einst ein stilles Städtchen mit der üblichen Mischung von Landwirtschaft, Handwerk und Handel; als die Industrialisierung im hiesigen Raum ihren Einzug hielt machte sich auch in Hatzfeld eine allmähliche Umgestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse bemerkbar. Heute ist die Wirtschaftsstruktur der Stadt durch eine Vielzahl von Industrie- und Handwerksbetrieben der verschiedensten Branchen reich differenziert.

Literatur