Elisabeth Debus (1825–1893) in Tracht bei der Einweihung des Ludwigsmonuments in Darmstadt 1844 und ihre Heirat in die Hofmann-Familie in Holzhausen

Aus Genealogen im Hinterland
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Autor: Günter Debus

Einordnung in die Debus-Generationen in Eckelshausen

Eckelshausen
(1) Hans Georg Debus (1737–1809)
(2) Johannes Debus (1765–1831)
(3) Elisabeth Debus (1802–)
(4) Elisabeth Debus (1825–1893), verheiratet in Holzhausen: Hofmann

Die Einweihung des Ludwigsmonuments

Elisabeth Debus aus Eckelshausen, damals 19-jährig, gehörte mit zur Abordnung von 20 Mädchen und 16 Jungen aus dem Hinterland: Sie nahmen an der feierlichen Einweihung des Ludwigsmonuments[1] in der Residenzstadt Darmstadt am 25. August 1844 ein.

In einem Beitrag von Siegfried Becker (2000) lesen wir:

„Im Rahmen der Vorbereitung für die Feierlichkeiten zur Enthüllung des Monumentes richtete die Zentralbehörde für die landwirtschaftlichen Vereine am 20. Juni 1844 einen Aufruf an die Kreis- und Landräte der Provinzen Oberhessen und Starkenburg als Vorständen der landwirtschaftlichen Bezirksvereine, zur Organisation eines landwirtschaftlichen Festzuges beizutragen, dem eine hervorragende Stellung beim Feste zugedacht werden solle:“

„Als ein ganz specieller Wunsch ist uns bezeichnet worden, das Hessische Landvolk in seinen verschiedenen Stämmen und originalen Trachten dabei repräsentirt zu sehen … Ein Festzug des Bauernstandes des Großherzogthums in den verschiedenen Trachten wäre überhaupt der erste in der Geschichte des Großherzogthums in seinem jetzigen Bestande. Es würden sich Volksstämme persönlich kennen lernen, welche bis jetzt zum Theil einander nur dem Namen nach bekannt waren …“

Mit der Aufforderung, Tracht tragende Burschen und Mädchen aus den Provinzen des Großherzogtums zu melden, war die Zusicherung seitens der Zentralbehörde verbunden,

„für die Dauer des hiesigen Aufenthalts … den Töchtern ganz freie Unterkunft, den Söhnen aber wenigstens ganz freies Quartier in guten Häusern in Aussicht (zu) stellen. Die Eltern dürften so in Absicht auf den sittlichen Punkt ganz unbesorgt seyn, zumal das die jungen Leute auf der Reise von ihren Obmännern begleitet wären.“

Die Heirat nach Holzhausen

Autoren: Günter Debus und Helmut Mankel

Die Heirat muss ausführlich beschrieben werden, um die weitere familiäre Entwicklung in Eckelshausen nachvollziehen zu können.

Elisabeth Debus (1825–1893) ⚭ 1856 Johann Jakob Hofmann (1823–1878)

Elisabeth Debus – 1844 auf dem Trachtenfest in Darmstadt – heiratete am 10. Februar 1856 in Holzhausen den Korbmacher, Tagelöhner und Maurer Johann Jacob Hofmann. Damit heiratete sie in eine leidgeprüfte Familie.

Die Großmutter ihres Mannes, Johann Jacob Hofmann, stammte aus Berneds in Holzhausen: Catharina Hoffmann war am 13. September 1764 als Tochter von Johann Georg Hoffmann und Anna geb. Junker geboren worden. In den napoleonischen Kriegen wurde sie im Alter von 32 Jahren 1797 in der Wohnstube ihrer Eltern von einem „kaiserlichen Deserteur“ „genotzüchtigt“ (d. h. vergewaltigt). Am 2. Februar 1798 wurde ihr Sohn geboren. Er bekam den Namen Hans Jacob Hofmann. Pate war Hans Jacob Debus aus Holzhausen (aus Bottermanns). Die Mutter, Elisabeth Hoffmann, starb bereits ein Jahr nach der Geburt des Sohnes am 21. Januar 1799. Der Sohn wuchs in Berneds auf.

Der Vater ihres Mannes, Hans Jacob Hoffmann, heiratete am 6. Oktober 1822 Anna Gertraud Hartmann (1794–1830), ein Mädchen aus Schlössersch, einem stattlichen Bauernhof, der zu den vier Bauernhöfen der Erstbesiedlung im Holzhäuser Tal gehörte. Sie bauten um 1825 ein kleines eingeschossiges Wohnhaus mit Stall in der jetzigen Oberlandstraße 15 mit dem Hausnamen Hofmanns. Beruflich wird er mit Tagelöhner, Maurer und Strumpfhändler (Hausierer mit Strümpfen) charakterisiert. Aus dieser Ehe gingen hervor

  • Katharina * 03.05.1919
  • Elisabeth * 01.11.1822, † 08.12.1822
  • Johann Jacob * 25.10.1823, der spätere Mann von Elisabeth Debus
  • Anna * 29.01.1826, bei ihr ist Pate Johann Peter Debus, Ackermann und Strumpfhändler in Holzhausen, aus Bottermanns, geb. 1788.
  • Johann Georg * 08.06.1830, † 16.07.1830

Nur wenige Tage nach der Geburt von Johann Georg starb Anna Gertraud Hoffmann (1830).

Der Schwiegervater von Elisabeth Debus, Hans Jacob Hoffmann, heiratete am 12. Oktober 1833 ein zweites Mal: Katharina Göcking aus Buchenau, dort am 3. Januar 1807 geboren. Aus dieser zweiten Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Elisabeth * 28.12.1833, sie heiratete am 5. Oktober 1856 in Eckelshausen Johann Georg Debus, den Bruder von Elisabeth Debus, siehe weiter unten
  • Daniel * 22.07.1836, † 21.09.1844
  • Elisabeth * 10.03.1839, † 17.01.1844
  • Anna Katharina * 09.01.1845, † 08.04.1849

Der Schwiegervater starb am 18. August 1846 in Friedberg, die Mutter am 25. November 1864 in Holzhausen.

Elisabeths Nachkommen in Holzhausen a. H.

Im Beitrag zu Elisabeth Debus in Holzhausen am Hünstein sind ihre weiteren Nachkommen behandelt.

  • Johann Georg Hofmann (1862–1904), Ackermann und Wirt, in Adressbuch 1895 geführt als Dachdeckermeister, Gastwirt und Krämer
  • Ludwig Hofmann (1890–1965)

Anmerkungen und Einzelnachweise