Der Befreiungstheologe Hugo Assmann (1933–2008) und die Aßmanns-Mühle in Gönnern

Aus Genealogen im Hinterland
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Von der Familie des Befreiungstheologen Hugo Assmann (1933–2008) erhielt Helmut Mankel, Holzhausen, 2017 eine Anfrage zur Klärung dessen Vorfahren im hessischen Hinterland. Hugo AssmannWikipedia-logo.png ist weltbekannt als brasilianischer Befreiungstheologe.

Das Ergebnis der Recherche ist: Der zuletzt nachweisbare Vorfahre von Hugo Assmann war Müller in der Aßmanns-Mühle in Gönnern!

Generationenfolge zu Hugo Assmann

Von Niedereisenhausen auf Gönnern zukommend sah man die Aßmanns-Mühle links vor dem Dorf jenseits des Gansbach-Verlaufs unter einer sie beschützenden Baumgruppe. Sie wurde 1981 abgebrochen. Heute steht auf ihrem Gelände das Seniorenheim „Assmanns Mühle“.

In der Gönnerschen Dorfchronik (Debus, 1996) wird ausführlich über die Geschichte der Mühle berichtet (S. 71–78). In der Ahnentafel (S. 75) taucht ein Paul Aßmann als Mühleneigentümer auf, der 1700 in Gönnern verstorben ist und der mit einer Gertrud († 1717) verheiratet war. Dieser Paul Aßmann muss nach dem Kirchenbuch von Dautphe der Vater des 1630 vorehelich geborenen Sohnes Nikolaus sein. Gertrud (in der Ahnentafel der Gönnerschen Chronik) muss Gertrude Köngert, die Mutter von Nikolaus sein.

Paul Aßmann († 1700) hatte nach der Ahnentafel in der Gönnerschen Chronik einen Sohn Paul Aßmann (1673–1744), der 1703 Margarethe Lenz (1675–1732) aus dem Lontze-Hof in Gönnern heiratete und der als Müller in der Aßmanns-Mühle ausgewiesen ist.

Der Vater von Paul Aßmann († 1700) ist laut Kirchenbuch von Dautphe ein Curt Aßmann. Dieser kann – allein aus biologischen Gründen – nicht identisch mit dem 1711 in Gönnern im Alter von 81 Jahren verstorbenen, also 1630 geborenen, Konrad Aßmann sein. Wie er zu Paul Assmann († 1700) verwandtschaftlich steht, ist noch zu klären.