David Briehl

Aus Genealogen im Hinterland
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Baustelle

Autor: Eckhard Henkel

Kontext

David Briehl (* 1790)[1] war ein Strumpfhändler aus DexbachWikipedia-logo.png. Er war Anstifter und einer der Täter des Postraubs in der Subach.

Der überwiegende Teil der Täter des Postraubs im Jahr 1822 waren armen Leute aus KombachWikipedia-logo.png. David Briehl hatte die Tat geplant. Kombach und Dexbach sind Dörfer, die heute Stadtteile von BiedenkopfWikipedia-logo.png sind.

David Briehl war wahrscheinlich ein Sohn des Johann Hermann Briehl (* 2. November 1774) aus Dexbach. Er galt als „Stifter des Complotts“, hatte sich einen „Hausierschein ins Ausland“ besorgt, zu Zeiten als er noch verdachtlos war. Ihm wird nachgesagt, dass er sich durch Auswanderung nach Amerika der Ermittlung entzog. Angeblich soll er in Amerika eine Strumpffabrik begründet haben.[2]

Wohnhau David Briel 1.jpg
Das ehemalige Wohnhaus (Hans) des David Briehl in Dexbach[1]
Wohnhau David Briel 2.jpg
Erinnerungstafel am Hans-Haus, dem ehemaligen Wohnhaus von David Briehl[1][3]

Im Film Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach spielte Wolfgang BächlerWikipedia-logo.png die Rolle des David Briehl.

In einem Online-Artikel heißt es:

„Hier wurde 1790 der Posträuber David Briel geboren und verbrachte hier seine Kinder-und Jugendzeit. Der Strumpfhändler war der Drahtzieher und Initiator des Postraubes von 1822 in der Subach bei Mornshausen. Mit seinem Plan, einen Geldtransportwagen der Post gemeinsam auszurauben, warb er mehrere Bauern und Tagelöhner aus Kombach und aus Wolfgruben an. Tatsächlich gelang der Überfall nach sechs Fehlversuchen endlich am 19. Mai 1822. Die neun Männer erbeuteten 10.466 Taler, ein beträchtliches Vermögen in der damaligen Zeit. Schließlich verdiente ein Handwerkergeselle im Jahr nur 85 Taler Lohn.

David Briel ahnte jedoch, dass die Sache bald herauskommen würde. Er setzte sich noch 1822 erfolgreich mit einem Auslandshandelsschein und 1.150 Talern im Gepäck nach Amerika ab. Er siedelte ca. 140 km nördlich von New York bei Germantown am Hudson River. In einem Brief von 1845 aus der Stadt Saugerties an seinen Bruder in Dexbach, seinem letzten Lebenszeichen, schreibt er vom Erwerb eines großen Gutes und von der Gründung einer Familie.

Alle weiteren Mittäter fielen bald durch großspurige Lebensweise auf, gerieten in Verdacht und wurden noch 1822 festgenommen. Alle gestanden schließlich ihre Beteiligung am Postraub und wurden zum Tode verurteilt. Zwei von ihnen nahmen sich während ihrer Haft im Gefängnis in Gießen selbst das Leben. Jost Wege aus Wolfgruben gelang jedoch der Ausbruch aus dem Gefängnis. Er floh und tauchte für immer unter. Sein Vater und vier andere Mittäter wurden am 07.10.1824 auf dem Marktplatz in Gießen öffentlich hingerichtet.“

W. Döhler: Auf den Spuren des Posträubers David Briel in Dexbach[1]

Genealogie

BaustelleHenkel (Diskussion) 20:15, 10. Mai 2020 (CEST)

Die Einordnung des David Briehl in die Genealogie weiterer Namensträger ist derzeit noch nicht gesichert. Aktueller Kenntnisstand (alle Ereignisse in Dexbach, Quelle ist das Kirchenbuch Dexbach):

  • Johannes Briehl (* 21. Februar 1771; † 14. Juli 1831) ∞ 27. Juli 1794 mit Anna Gertraud Schmidt (* 7. März 1773; † 21. Mai 1838)

Aus der Ehe ging hervor:

  • Margarethe Briehl (* September 1806; † 22. Dezember 1856), ∞ 5. Mai 1833 mit Johannes Wagner (29. April 1807; † 3. April 1862)

Zu prüfen ist, ob David Briehl ein Bruder der Margarethe Briehl ist, oder ob er Sohn des Johann Hermann Briehl (* 2. November 1774) ist.

  • Johannes Briehl (* 21. Februar 1771; † 14. Juli 1831) und
  • Johann Hermann Briehl (* 2. November 1774)

könnten Brüder sein.

Johannes Briehl (* 21. Februar 1771; † 14. Juli 1831) ist ein Kind von Johann Hermann Briehl (11. März 1747; † 21. Februar 1822) ∞ 24. Mai 1770 Anna Elisabetha Plank (* 1751; † 22. Oktober 1814)

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Quellen und Anmerkungen

  1. a b c d W. Döhler: Auf den Spuren des Posträubers David Briehl in Dexbach. In: myheimat.de. Abgerufen am 8. Mai 2020.
  2. Elsa Blöcher: Eine Betrachtung zu „Die armen Leute von Kombach“ (1973) in: Elsa Blöcher: Beiträge zur Geschichte des Hinterlandes: gesammelte Aufsätze. Hrsg.: Hinterländer Geschichtsverein. Bd. 2. Verlag Max Stephani, Biedenkopf 1985, DNB 551358521, S. 393 f.
  3. Die Erinnerungstafel enthält Fehler:
    • Es wurden fünf Täter hingerichtet, nicht sieben. Carl Franz (1825):
    Der Post-Raub in der Subach begangen von acht Straßenräubern von denen fünf am siebenten October 1824 zu Giessen durch das Schwerdt vom Leben zum Tode gebracht worden sind
    • Zwei Täter überlebten, weil sie entkamen:
      • David Briehl
      • XX Wege entfloh dem Gefängnis; stattdessen wurde sein Vater YY Wege hingerichtet. – Wird noch geklärt (s. a. Zweimal Jost Wege?Wikipedia-logo.png)