„Henkel, aus Wallau in Hessen“ im „Hessischen Geschlechterbuch“

Aus Genealogen im Hinterland
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„Henkel, aus Wallau in Hessen“

Family crest Henkel 1927.jpg


Henkel,

aus Wallau in Hessen.

––––

Wappen (1894): in Rot ein goldener Anker; auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleicher Decke drei rote Rose mit goldenen Butzen an grün beblätterten Stengeln[1].

Evangelisch. Zu Düsseldorf.
Das im Folgenden behandelte Geschlecht Henkel[2] hatte nach den Urkunden im Staatsarchiv zu Marburg[3] seinen ältesten Stammsitz zu Wallau im hessischen Amte Biedenkopf, wo es urkundlich 1516 erstmalig erscheint. Es muß schon damals ein ziemlich verzweigtes Geschlecht gewesen sein, das im Biedenkopfer Saalbuch von 1597 in mehreren Zweigen erscheint.

Der Stammvater des hier behandelten Geschlechts ist † Hermann Henckel zu Wallau, eines der Stammgüter ebd. der „Hatzfelder Hof“ zu Wallau, einem uralten Dorf an der oberen Lahn zwischen Biedenkopf und Laasphe; dort haben die Henkel viele Jahrhunderte gewohnt und als Gerichtsschöffen, herrschaftliche Beamte, Lehrer und Bürgermeister in dem Gemeindewesen oft eine führende[4] Rolle gespielt.

Der Name Henkel gehört zu den altdeutschen Namen, die auf das Stammwort Hagin, Hag, mit der Bedeutung Einhegung, umhegter Ort, zurückgehen. Durch Verkleinerungsänderungen und Kürzungen entstanden aus altdeutschen Vollnamen wie Haganrich oder Haginold: Henkilo und Henkel[5].

Ohne Zweifel sind die zahlreichen Geschlechter des Namens Henckel und Henkel in dem alten hessischen Amt Biedenkopf, dem sogen. hessischen Hinterland, die dort heute noch blühen, ursprünglich alle eines Stammes. Die dortige Gegend, zum Breidenbacher Grund gehörig, hat bis heute ihre eigenartige Tracht erhalten, besonders bei den Frauen und Mädchen.

Im dreißigjährigen Krieg hat Wallau[6] unter den Drangsalen des Krieges schwer zu leiden gehabt. 1632 schleppten fremde Soldaten dort die Pest ein, die zahlreiche Opfer forderte, darunter auch Glieder des Geschlechts Henkel.

Aus einer alten Sippen-Geschichte ist zu ersehen, daß 1632 † Johannes Henckel mit seiner Gattin wegen dieser schrecklichen Seuche nach Nieder-Laasphe flüchtete, wo ihnen ein Töchterlein geboren wurde. Die uralte baufällige Kirche wurde während des siebenjährigen Krieges niedergelegt, den Neubau 1758, zu dem[7] der bekannte Heerführer Ferdinand Herzog zu Braunschweig 665 Gulden stiftete, übernahm † Johann Georg Henckel[8].

1.4.1865 trat[9] Fritz Henkel in die chemische Fabrik der Gebrüder Gessert zu Elberfeld ein. Vom Lehrling arbeitete er sich zum Prokuristen empor und machte sich 1874 als Teilhaber der Aachener Farbengroßhandlung Henkel u. Strebel selbständig.

26.9.1876 gründete er zu Aachen die Firma Henkel u. Cie., welche 1878 nach Düsseldorf verlegt wurde und heute, nach fünfzigjährigem Bestehen auf einen ganz ungeahnten Aufschwung zurückblicken kann[10].

Die Henkel-Werke haben außer ihrer Stammfirma zu Düsseldorf noch Zweig-Niederlassungen zu Genthin, Bez. Magdeburg, und Pratteln bei Basel, sowie Tochterfirmen zu Duisburg, Westerhüsen bei Magdeburg, Zapfendorf in Bayern und Inden bei Aachen.

Übersicht:
Übersicht Vorfahren Fritz Henkel.jpg


Gerade Stammfolge:

I. † … Henckel, * … (um 1450), † Wallau an der Lahn … (um 1510), Landwirt ebd.; ⚭ … mit † …, * …, † …

? Sohn, zu Wallau bei Biedenkopf in Hessen geboren:

II. † Hermann Henckel (Henickel), * … (um 1470), † ebd. … (vor 2.6.1530), Einwohner und Landwirt zu Wallau; ⚭ … mit † …, * …, † …

? Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Heinz, s. III.
2. † … (Tochter), * … (um 1497), † Wallau …; ⚭ ebd. … (vor 1516) mit † Concze Henchen[11], * …, † … (um 1516), 1516 landgr. hess. Untertan.

III. † Heinz Henckel, * Wallau … (um 1496), † ebd. … (nach 1530), Einwohner und Landwirt ebd.[12]; ⚭ … mit † …, * …, † …

? Sohn, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:

IV. † … Henckel, * … (um 1535), † ebd. …, Einwohner und Landwirt ebd.; ⚭ … mit † …, * …, † …

Söhne, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Hans, s. V a.
2. † Philipp, s. V b.
3. † Martin, s. V c.
4. † Johann Joest, s. V d.
5. † Ernst, s. V e.
6. † Kuntz, s. V f.
7. † Henchen[13], s. V g.

V a. † Hans Henckel, der Ältere, * Wallau … (um 1562), † ebd. 15.5.1632, Gerichtsschöffe und Landwirt, Besitzer eines Viertels des Hatzfelder Hofes ebd.; ⚭ … (um 1582) mit † …, * … 1565, † Wallau 9.2.1627.

Söhne, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Daniel, * … 1588, † ebd. … 1628, Einwohner zu Wallau-Breidenstein; ⚭ … 1613 mit † …, * …, † … 1636.
2. † Hans (Henn), * … 1590, † Wallau … 22.11.1632, …[14]; ⚭ … (um 1612) mit † Sophia …, * 1590, † Wallau 10.12.1659.
3. † Eitel, * … 1594, † Wallau 23.12.1623, Einwohner ebd.; ⚭ … (um 1619) mit † Anna …, * … 1596, † Wallau 20.11.1641.
4. † Hermann, * … 1594, † Wallau 17.1.1669, Einwohner ebd.; ⚭ … (um 1620) mit † Engel …, * …, † Wallau 12.8.1659.
5. † Johann, der Ältere, * … 1604, † Wallau 8.4.1678, in Oln ebd.; ⚭ … (um 1633) mit † Gertrud …, * … 1610, † Wallau 8.11.1687.
6. † Andreas, * … 1606, † Elsbach 20.11.1680, Einwohner ebd.; ⚭ … 9.5.1625 mit † Gela Milchsack, * … 1610, † Elsbach 9.12.1677, T. d. † Adam Milchsack.

V b. † Philipp Henckel, * Wallau … (um 1569), † ebd. … (vor 1624), Einwohner ebd.; ⚭ Wallau … (um 1600) mit † …, * …, † Wallau 8.3.1631.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Anna, * … (um 1602), † …; ⚭ Wallau 14.10.1624 mit † Hans Deckesbach.
2. † Katharine, * … (um 1606), † …; ⚭ Wallau 5.8.1628 mit † Jakob Bonacker, S. d. † Eling Bonacker, … zu Breidenbach.
3. † Andreas, * … (um 1608), † Wallau 17.9.1637.

V c. † Martin Henckel, * Wallau … (um 1570), † ebd. …, Hofbesitzer, Inhaber eines Viertels des Hatzfelder Hofes ebd.; ⚭ … (um 1603) mit † …, * …, † Wallau 25.4.1640.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Gerlach, * … 1604, † ebd. 29.4.1673, Hofbesitzer auf dem Hatzfelder Hof ebd.; ⚭ Wallau 24.4.1628 mit † Elisabeth Ort, * … 1609, † Wallau 19.6.1673, T. d. † Jost Ort.
2. † Hermann, * 1616, † …
3. † …, * … (um 1618), †[15] Wallau 13.9.1632.

V d. † Johann Joest Henckel, * … Wallau … (um 1573), † Breidenbach … 1625, Landwirt ebd., vordem zu Wallau; ⚭ … (um 1604) mit † Gertraud …, * …, † …

Söhne, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johannes, * …, † ebd. … 1630.
2. † Abraham, s. VI.
3. † Heinrich, * … 1617, † Wolzhausen …, zog 1672 nach dort; ⚭ Wallau 24.7.1639 mit † Katharina Schneider, * …, † …, T. d. † Henchen Schneider.

V e. † Ernst Henckel, * Wallau … (um 1575), † ebd. … (vor 1627), Landwirt ebd.; ⚭ Wallau … (um 1604) mit † …, * …, † …

Sohn, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Bernhard, * … (um 1605), † Wolzhausen …, Landwirt ebd.; 2 mal ⚭ – a) ebd. 29.3.1627 mit † Elisabeth Geßner, * …, † …, T. d. Heinrich Geßner. – b) ebd. 24.4.1648 mit † Katharine Möller, * …, † …, T. d. † Johannes Möller.

V f. † Kuntz Henckel, * Wallau … 1579, † ebd. 16.1.1659, Gerichtsschöffe und Vogtschöffe, Hofbesitzer auf dem Hatzfelder Hof ebd.[16]; ⚭ Wallau … 1605 mit † Gertraud …, * … 1581, † Wallau 2.12.1658.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johannes, * … (um 1606), † …, Einwohner auf dem Greben-Hof zu Wallau; 2 mal ⚭ – a) ebd. 14.7.1629 mit † Gertrud Petri, * …, † …, T. d. † Johann Petri. – b) ebd. … 1644 mit † Engel …, * …, † …
2. † Jost, * … 1609, † Wallau 31.8.1669, Gerichtsschöffe ebd.; ⚭ ebd. 15.5.1639 mit † Krin (Katharine) Hainbach, * … 1610, † Wallau 11.5.1660, T. d. † Hans Hainbach.
3. † Katharine, * … (um 1623), † …

V g. † Henchen Henckel, * Wallau … (um 1580), † Weifenbach 24.3.1630, … ebd., vordem Gerichtsschöffe zu Wallau; ⚭ … (um 1604) mit † …, * …, † Wallau 8.11.1634.

Töchter, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Anna, * … (um 1605), † …; ⚭ Wallau 21.5.1628 mit † Hans Milchsack, … ebd.
2. † Martha, * … (um 1612), † …; 2 mal ⚭ – a) Wallau … 1632 mit † Hans Blecher. – b) ebd. 26.6.1637 mit † Johannes Eyloth, S. d. † Peter Eyloth.
3. † Sophie, * … 1623, † …
4. † Elsbeth, * …, † Wallau 30.11.1640.

VI. † Abraham Henckel, * Wallau … 1609, † …, Landwirt zu Breidenbach; ⚭ ebd. 12.5.1631 mit † Anna Krug, * …, † …, T. d. † Jakob Krug.

Söhne, zu Breidenbach bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Jakob, * 18.11.1632, † …
2. † Johannes, * 17.6.1635, † … 1635.
3. † Johannes, s. VII a.
4. † Weigand, s. VII b.
5. † Jost Heinrich, * 13.8.1640, † …

VII a. † Johannes Henckel, * Breidenbach 4.12.1636, † ebd. …, Landwirt ebd.; ⚭ Breidenbach 30.4.1660 mit † Katharine Balzer, * …, † …, T. d. † Jakob Balzer.

Kinder, zu Breidenbach bei Biedenkopf geboren:
1. † Anna, * 26.2.1661, † …
2. † Heinrich, * 9.12.1665, † …, Einwohner zu Breidenbach

VII b. † Weigand Henckel, * Breidenbach 4.2.1637, † ebd. … (nach 1680), Landwirt ebd.; ⚭ Breidenbach 29.4.1658 mit † Engel Schwarz, * …, † …, T. d. † Seyb Schwarz.

Kinder, zu Breidenbach bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Jakob, s. VIII.
2. † Johann Heinrich, * 13.2.1667, † …, Einwohner zu Breidenbach.
3. † Anna, * … 1668, † …; ⚭ Breidenbach 24.4.1688 mit † Johann Klein.
4. † Johann Georg, * 9.3.1673, † Breidenbach … (vor 1711), …; ⚭ ebd. 17.7.1697 mit † Elisabeth Schneider, * …, † …
5. † Johann, * 8.2.1676, † …, Einwohner zu Breidenbach.
6. † Johann Matthäus, * 1.3.1680, † …, Einwohner zu Breidenbach.

VIII. † Johann Jakob Henckel, * Breidenbach … 1664, † ebd. … (nach 1701), Gerichtsschöffe zu Breidenbach; ⚭ ebd. 3.9.1684 mit † Anna Maria Weydner, * …, † …, T. d. Johann Weydner … zu Achenbach.

Kinder, zu Breidenbach bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Heinrich, * 23.10.1683, † …
2. † Anna Juliane, * 20.2.1689, † …
3. † Johann Georg, * 3.5.1693, † …
4. † Johann Weigand, s. IX.
5. † Eva Elisabeth, * 26.11.1698, † …
6. † Elisabeth, * 17.12.1701, † …

IX. † Johann Weigand Henckel, * Breidenbach 15.10.1694, † ebd. 31.8.1747, Landwirt ebd.; ⚭ Breidenbach 14.6.1722 mit † Elisabeth Henckel, * Wallau 2.7.1703, † Breidenbach 30.6.1776, T. d. † Johann Henckel, Gerichtsschöffe zu Wallau, u. s. G. † Maria Rosina …

Kinder, zu Breidenbach bei Biedenkopf geboren:
1. † Johannes, s. X.
2. † Eva Elisabeth, * 2.11.1727, † ebd. 13.2.1802; ⚭ Wallau 8.6.1751 mit † Johannes Henckel, Kastenmeister und Ausschuß-Fähndrich ebd.
3. † Johann Christian, * 23.1.1731, † Wallau 18.2.1765.
4. † Katharine, * 13.5.1734, † …
5. † Maria Eva, * 28.6.1737, † …
6. † Johann Balthasar, * 12.2.1742, † …, 1778 Soldat bei dem hessischen Rgt. zu Pirmasens.

X. † Johannes Henckel, * Breidenbach 16.5.1723, † Wallau 4.3.1800, Landwirt auf dem Hatzfelder Hofe ebd.; ⚭ Wallau 8.6.1751 mit † Eva Elisabeth Henckel, * ebd. 9.3.1731, † ebd. 22.10.1796, T. d. † Christian Henckel u. s. G. † Anna Maria Benner.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Christian, s. XI.
2. † Johann Balthasar, * 23.10.1757, † ebd. 23.9.1762.
3. † Eva Elisabeth, * 22.1.1765, † …

XI. † Johann Christian Henckel, * Wallau 9.11.1752, † ebd. 14.10.1834, Landwirt auf dem Hatzfelder Hofe ebd.; ⚭ Wallau 3.6.1773 mit † Rosina Weigel, * …, † …, T. d. † Johann Balthasar Weigel, Gerichtsschöffe und Kirchenältester zu Wallau.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johannes, * 26.9.1775, † ebd. … (vor 1781).
2. † Rosina, * 24.11.1778, † …
3. † Johannes, s. XII.
4. † Eva Elisabeth, * 13.3.1785, † Wallau 6.3.1845.

XII. † Johannes Henckel, * Wallau 21.11.1781, † ebd. 18.4.1847, ghzgl. hess. Beigeordneter und Landwirt auf dem Hatzfelder Hofe ebd.; ⚭ Wallau 21.2.1800 mit † Maria Elisabeth Weigel, * …, † …, T. d. † Johann Jakob Weigel, Schultheiß zu …

Söhne, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Christian, s. XIII a.
2. † Johann Jakob, s. XIII b.
3. † Johannes, * 17.11.1807, † Wallau … (vor 1817).
4. † Johannes, s. XIII c.
5. † Johann Heinrich, s. XIII d.
6. † Johannes, s. XIII e.

XIII a. † Johann Christian Henckel, * Wallau 13.8.1800, † ebd. 28.11.1857, Landwirt ebd.; ⚭ Wallau 20.3.1840 mit † Elisabeth Seibel, * 8.11.1819, † Wallau 8.5.1896, T. d. † Georg Seibel u. s. G. † Anna Kinkel.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Jost, * 24.12.1840, † …, Landwirt auf dem Hatzfelder Hofe zu Wallau.
2. † Christian, * 2.11.1843, † ebd. 20.1.1844.
3. † Elisabeth, * 16.8.1845, † …; ⚭ Wallau 21.5.1868 mit † Heinrich Stäcker.
4. † Katharine, * 22.9.1850, † Wallau 30.4.1851.
5. † Maria Elisabeth, * 26.2.1855, † ebd. 6.5.1856.

XIII b. † Johann Jakob Henckel, * Wallau 20.2.1805, † ebd. 18.4.1873, Gastwirt ebd.; ⚭ Wallau 11.1.1839 mit † Maria Elisabeth Henckel, * ebd. 7.4.1806, † ebd. 29.3.1865, T. d. † Johann Heinrich Henckel u. s. G. † Katharine Elsbeth Weigel.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Johann Jost, * 1.11.1839, † ebd. …, Gastwirt im Försterhaus ebd.; ⚭ Breidenbach 7.3.1867 mit † Elisabeth Wetter, * …, † …, T. d. † Jakob Wetter, Förster zu Breidenbach, u. s. G. † Anna Maria Althaus.
2. † Anna Elisabeth, * 14.5.1840, † Wallau 23.3.1896.
3. † Maria Elisabeth, * 5.12.1842, † ebd. 15.9.1900.
4. † Heinrich, * 14.9.1845, † …, Wagner zu Mens, vordem zu Wallau; ⚭ Wallau 14.8.1877 mit † Elisabeth Achenbach, * …, † …
5. † Johann Jakob, * 10.6.1848, † …, Schmied zu Wallau.

XIII c. † Johann Jost Henkel, * Wallau 14.11.1809, † Vöhl bei Frankenberg 26.12.1874, Lehrer ebd., Begründer einer Darlehnskasse für die Landwirtschaft[17]; ⚭ Wallau 11.11.1832 mit † Johannette (Henriette) Jüngst, * Wallau 9.8.1807, † Vöhl 25.2.1881.

Kinder, zu Vöhl bei Frankenberg geboren:
1. † Christian Ludwig Louis, * 25.8.1833, † ebd. 3.1.1871.
2. † Mathilde, * 20.12.1835, † Schlüchtern 23.1.1896; ⚭[18] Vöhl 8.10.1873 mit † Heinrich Schnegelsberg, * Ehlen bei Kassel 18.3.1838, † Schlüchtern 22.3.1900, kgl. preuß. Rentmeister ebd.
3. † Wilhelm, s. XIV a.
4. † Karoline Marie Emma, * 9.10.1842, † Viermünden bei Frankenberg 15.4.1902; ⚭[19] Vöhl 29.11.1868 mit † Ludwig Mater, * Viermünden 26.4.1835, † ebd. 27.7.1906, Mühlenbesitzer ebd.
5. Fritz Karl, s. XIV b.
6. † Anna Eleonore Karoline, * 17.8.1853, † Altena[20] in Westfalen 16.9.1919.

XIII d. † Johann Heinrich Henckel, * Wallau 30.6.1814, † ebd. 16.5.1856, Landwirt und Schreiner ebd.; ⚭ Wallau 19.7.1844 mit † Elisabeth Benner, * ebd. 23.4.1815, † …, T. d. † Heinrich Benner, Unterförster zu Wallau, u. s. G. † Margarethe Happel.

Kinder, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. † Christian, * 11.5.1837, † ebd. 1.5.1838.
2. † Maria Elisabeth, * 27.7.1840, † ebd. 28.7.1847.
3. † Eva Elisabeth, * 9.11.1845, † ebd. 29.9.1867; ⚭ Wallau 18.7.1867 mit † Johannes Bonacker, * 23.12.1841, † …, … zu …
4. † Ludwig, * 14.3.1847, † Wallau …
5. Christian, * 1.4.1848, Schuhmacher zu Rensdorf bei Elberfeld; ⚭ Elberfeld 21.11.1874 mit Juliane Windus, * …, T. d. † Friedrich Windus u. s. G. † Anna Marie Juliane Kemper.
6. † Georg Heinrich, * 17.12.1849, † Düsseldorf 26.12.1895; ⚭ Elberfeld 28.12.1871 mit Wilhelmine Schmidt, * ebd. 30.12.1846, T. d. † Friedrich Schmidt, … ebd., u. s. G. † Maria Dahlhaus.

XIII e. † Johannes Henckel, * Wallau 10.11.1817, † ebd. 11.12.1887, Landwirt ebd.; ⚭ Wallau 5.6.1849 mit Katharine Eckel, * ebd. 28.7.1820, † ebd. 1.12.1887, T. d. † Jakob Eckel u. s. G. † Eva Elisabeth Althaus.

Sohn, zu Wallau bei Biedenkopf geboren:
1. Christian, * 13.10.1849, Landwirt ebd.

XIV a. † Wilhelm Henkel, * Vöhl bei Frankenberg 25.1.1838, † Elberfeld 21.8.1916, Kaufmann in Firma August von den Steinen ebd.; ⚭ Elberfeld 14.8.1869 mit † Auguste von den Steinen, * ebd. 6.5.1848, † …, T. d. † August von den Steinen, Kaufmann ebd., u. s. G. † Alwine Schlieper, * …, † Elberfeld 10.8.1921.

Kinder, zu Elberfeld geboren:
1. Johanna, * 2.8.1870; ⚭[21] ebd. 14.8.1892 mit August Lomberg[22], * Wülfrath 10.8.1859, Rektor zu Elberfeld, S. d. † Friedrich Lomberg, … zu Wülfrath, u. s. G. † Johanna Betz.
2. Elisabeth, * 12.7.1872; ⚭ Elberfeld 19.11.1908 mit August Vorberg, * Beyenburg an der Wupper 3.5.1867, Kaufmann zu Elberfeld, S. d. † August Vorberg u. s. G. † Julie Hülsenbeck.
3. Fritz, s. XV a.
4. Walter, s. XV b.
5. † Anna Maria, * 4.6.1877, † Elberfeld 7.4.1882.
6. † Wilhelm, s. XV c.
7. † Margarete, * 17.5.1885, † ebd. 22.3.1893.

XIV b. Fritz Karl Henkel, * Vöhl bei Frankenberg 20.3.1848, kgl. preuß. Kommerzienrat, Fabrik-Besitzer zu Düsseldorf, Begründer der Firma Henkel u. Cie. ebd., erhielt seine kaufmännische Ausbildung 1865 in der chemischen Fabrik von Gebrüder Gessert zu Elberfeld, dann deren Prokurist, 1874 Teilhaber der Aachener Farbengroßhandlung Henkel u. Strebel, 26.9.1876 Gründer der Firma Henkel u. Cie. zu Aachen, 1877 deren alleiniger Inhaber, verlegte 1878 die Fabrik nach Düsseldorf, … 1911 kgl. preuß. Kommerzienrat[23]; ⚭ Elberfeld 4.10.1873 mit † Elisabeth von den Steinen, * ebd. 23.1.1852, † Düsseldorf 5.11.1904, T. d. † August von den Steinen u. s. G. † Alwine Schlieper; vgl. XIV a.

Kinder, 1–2 zu Aachen, 3–4 zu Düsseldorf geboren:
1. † August, * 8.7.1874, † Vöhl 8.6.1879.
2. Fritz, s. XV d.
3. Wilhelm Hugo, s. XV e.
4. Emmy, * 8.9.1884; ⚭[24] Düsseldorf 21.1.1904 mit Ernst Hugo Lüps, * Orsoy 14.6.1873, Kaufmann zu Düsseldorf und Gutsbesitzer auf Haus Brienen am Niederrhein, Kr. Kleve, S. d. † Gerhard Peter Lüps[25] u. s. G. † Christine Emilie Römer, * 15.12.1839, † Hogefeld bei Kleve 5.6.1914.

Fritz  Henkel,
* 1848,
kgl. preuß. Kommerzienrat


Henkelwerk
Düsseldorf     

XV a. Fritz Henkel, * Elberfeld 30.1.1873, Fabrikant ebd., übernahm mit seinen Brüdern das väterliche Geschäft, die Firma August von den Steinen; ⚭ Elberfeld 22.10.1906 mit Elfriede Pickhardt, * ebd. 24.10.1876, T. d. † Hermann Eduard Pickhardt u. s. G. † Elisabeth Mathilde Klöter.

Söhne, zu Elberfeld geboren:
1. Fritz, * 7.2.1908.
2. Friedrich Wilhelm, * 7.11.1918.

XV b. Walter Henkel, * Elberfeld 7.11.1875, Fabrikant ebd., Teilhaber des väterlichen Geschäfts August von den Steinen; ⚭ … 4.8.1904 mit Julie Emilie Vorberg, * Beyenburg 3.4.1879, T. d. † August Vorberg u. s. G. † Julie Hülsenbeck; vgl. XIV a 2.

Kinder, zu Elberfeld geboren:
1. Werner, * 3.5.1906.
2. Walter Willy, * 4.11.1907.
3. Ellen, * 13.12.1911.

XV c. † Wilhelm Henkel, * Elberfeld 22.5.1881, † ⚔ … im Elsaß 28.11.1917, Fabrikant und Teilhaber des väterlichen Geschäfts, Kriegsteilnehmer 1914–1917, zuletzt Offizier-Stellvertreter im … Rgt. Nr. …; ⚭ … 18.9.1906 mit Emilie Möglich, * Braunfels 8.5.1884.

Kinder, zu Elberfeld geboren:
1. Gretel, * 7.12.1907.
2. Gerhard Wilhelm, * 4.5.1912.

XV d. Fritz Henkel, * Aachen 25.7.1875, Fabrikant und Teilhaber der Firma Henkel u. Cie zu Düsseldorf, trat 1893 in das väterliche Geschäft, 1895–1896 Einj.-Freiwilliger im kgl. bayr. 1. Artillerie-Rgt. Prinzregent Luitpold zu München, ging 1897 nach England und arbeitete in der dortigen Niederlassung, kehrte 1898 nach Deutschland zurück und bearbeitete von hier aus das Ausland und bereiste die skandinavischen Länder, Belgien, Holland, England, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz und die Vereinigten Staaten von Nordamerika, 1904 Teilhaber; ⚭ Düsseldorf 15.6.1904 mit Alexandra Anna (Anny) Wülfing, * ebd. 6.6.1884 (T. d. † Hermann Karl Wülfing, * Barmen 8.9.1848, † Düsseldorf 4.11.1893, Rentner ebd., vordem Gutsbesitzer auf dem Burghof bei Engers; ⚭ Ratingen 20.7.1871 mit Marie Alwine Geldmacher, * ebd. 13.6.1848; vgl. Bd. 24 S. 414, X b 9).

Töchter, zu Düsseldorf geboren:
1. Ilse Elisabeth, * 24.7.1908.
2. Sigrid, * 30.8.1912.
3. Herta, * 28.6.1913.

XV e. Wilhelm Hugo Henkel, * Düsseldorf 21.1.1881, Dr. phil., Chemiker und Fabrikant ebd., Teilhaber der Firma Henkel u. Cie., studierte auf der technischen Hochschule zu Stuttgart und der Universität zu Berlin Chemie, … 1905 Dr. phil., trat … 1905 in das väterliche Geschäft ein und wurde 1908 Teilhaber; ⚭ Düsseldorf 19.9.1908 mit Gerda Janssen, * ebd. 7.8.1888 (T. d. Karl Ludwig Rudolf Janssen, * Düsseldorf 29.5.1855, Prof.[26] an der Kunstakademie ebd.; ⚭ Düsseldorf 27.9.1887 mit Lore Putsch, * …).

Kinder, zu Düsseldorf geboren:
1. Karl Jost, * 27.7.1909.
2. Gerda Ruth, * 16.12.1910.
3. Elisabeth (Lisa), * 1.5.1914.
4. Konrad, * 25.10.1915.
5. Paul, * 11.12.1916.

–––

  1. vgl. Siebmacher, bürgerl. Wappenbuch, Nürnberg 1895, Bd. 5, 5. S. 56, Tafel 66.
  2. das durch seine chemischen Erzeugnisse heute im Welthandel mit an erster Stelle steht.
  3. General-Repertorium, Urkunden Bi – Bu 1515–1530. Saalbuch Biedenkopf von 1597; vgl. C. Adolf Stattmann, Stammbaum der Henkel, Handschrift, Stuttgart 1912, und Karl vom Berg, Beiträge zur Geschichte der Familie Henkel, Düsseldorf 1924.
  4. zu großem, bleibendem Segen, sowohl auf geistigem wie wirtschaftlichen Gebiet wirkte † Johann Jost Henkel, † 1874, Lehrer zu Vöhl; XIII c. Sein wahrhaft christlicher Lebensgrundsatz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, ist der Leitstern gewesen, den er seinem Sohne mitgab, dem späteren Senior-Chef Fritz Henkel, dem Begründer der heutigen Weltfirma Henkel u. Cie. Hier bei seinem Vater erwarb er sich das tiefe soziale Verständnis, „das wie ein leuchtender Faden seine ganze Lebensarbeit durchzieht und all seinem Schaffen den Ausdruck ehrlicher Menschenliebe aufprägt“.
  5. vgl. Heintze und Cascorbi „Die deutschen Familiennamen“, Halle 1914, und Gloël „Die Familiennamen Wesels, Beitrag zur Namenskunde des Niederrheins“, Wesel 1901.
    Dr. Heinrich Kelleter erklärt in „Geschichte der Familie J. A. Henckels, Solingen“ 1925, den Namen wie folgt:
    „Der Name Henkel, Henkels, Henckel oder Henckels wie die Schreibungen in Urkunden und Kirchenbüchern bei einer und derselben Person sich finden, ist ein ursprünglicher Vorname, und zwar die Koseform Hinkel des nicht selten vorkommenden germanischen Namens Heinrich, die meistens Henckelin oder Henckelein in unverkürzter, Henckel in verkürzter Form lautet.“
  6. wie die meisten Ortschaften in Deutschland.
  7. auf Veranlassung des Ortspfarrers Strack.
  8. zusammen mit dem Zimmermeister † … Frank.
  9. mit 17 Jahren.
  10. In rastloser Arbeit steht der Vater heute noch an der Spitze der Firma, unterstützt von seinen beiden Söhnen Fritz und Dr. Hugo Henkel.
  11. 11.10.1516 übergab † Johann von Breidenbach dem Landgrafen von Hessen seine Rechte auf † Concze Henchen selig Sohn und Henckels Eidam zu Wallau; St.-A. Marburg.
  12. Erwähnt in einer Urkunde vom 2.6.1530 im Staatsarchiv zu Marburg. An diesem Tage übergab † Kaspar von Breidenbach dem Landgrafen seinen Untertanen † Heinz Henckel, Hermann Henckels Sohn.
  13. Johann.
  14. „des groben Eidam im greben Hof“.
  15. an der Pest.
  16. Er war 32 Jahre Gerichtsschöffe, 20 Jahre Vogtschöffe und feierte 1655 seine goldene Hochzeit.
  17. Förderer auf dem Gebiete neuzeitlicher Landwirtschaft.
    Die Gemeinde Vöhl war die erste Gemeinde im Großherzogtum Hessen, die auf seine Veranlassung die Flurbereinigung einführte und durch Kalkdüngung und Wechsel des Saatkorns große Erfolge erzielte.
  18. Töchter Schnegelsberg, 2–3 zu Frankenberg, Bez. Kassel, geboren: 1. Emma Maria Anna, * Vöhl 12.12.1874.
    2. Johanna Auguste Katharine, * 17. 11. 1876.
    3. Elisabeth, * 14.7.1878; ⚭ Frankenberg … mit Philipp Hadermann, * … 28.6.1867, Amtsgerichtsrat zu Schlüchtern, S. d. † Jean Hadermann u. s. G. † Marie Baist.
  19. Kinder Mater, zu Viermünden geboren: 1. Anna, * 22. 11. 1869.
    2. Elisabeth, * 23.6.1871.
    3. Heinrich, * 22.12.1872, Feldmesser zu Sterkrade.
    4. Martha, * 20.7.1875.
    5. Wilhelm, * 5.6.1877, Mühlenbesitzer zu Viermünden.
    6. Klara, * 19.5.1878.
    7. Karl, * 15.4.1880, Landwirt zu Damerau bei Danzig.
    8. Emma, * 7.3.1883.
  20. Wohnte bei ihrer verwitweten Mutter, erzog ihre Nichten und Neffen zu Marburg, denen sie die Mutter ersetzte.
  21. Kinder Lomberg, zu Elberfeld geboren: 1. † Grete, * 16.5.1893, † ebd. 29.9.1895.
    2. † Else, * 2.11.1894, † ebd. 22.4.1895.
    3. † Fritz, * 22.10.1895, † ebd. 20.11.1900.
    4. Elisabeth, * 16.5.1897.
    5. Hans, * 2.9.1900.
    6. Wilhelm, * 8.6.1907.
    7. Gerhard, * 22.1.1909.
  22. durch eine Reihe pädagogischer Schriften und bergischer Heimatbücher bekannter Schulmann, wohnt seit 1926 zu Haan im Rheinlande.
  23. vgl. die Festschrift „Werden und Wirken 1876–1926, Henkel u. Cie., Düsseldorf“; gedruckt in der Hausdruckerei.
  24. Kinder Lüps, zu Düsseldorf geboren: 1. Ellen Elisabeth, * 9.12.1904; ⚭ ebd. 21.1.1925 mit Reinhold Woeste, Dipl.-Ingenieur ebd.
    2. Gerhard Werner, * 29.5.1906.
    3. † Emilie Ingeborg, * 13.2.1910, † ebd. 10.2.1912.
  25. vgl. „Vorarbeit zu einer Geschichte unserer Sippe“, hierin Stammtafel der Familie Lüps, München 1911, S. 240, von Peter Göring.
  26. seit 1893.

Nachwort

Autor: Eckhard Henkel

Alternative Übersicht

Diese alternative Übersicht der Stammfolge ergänzt die römischen Ziffer der originalen Übersicht um Namen, Lebensdaten und Links zu den Personen bzw. Generationen:

Bearbeitungsvermerke

Illustration Hessisches Geschlechterbuch

Henkel, aus Wallau in Hessen ist der Titel eines Artikels in einem Band des genealogischen Sammelwerks Hessisches Geschlechterbuch.

„Henkel, aus Wallau in Hessen“ auf dieser Seite ist eine TranskriptionWikipedia-logo.png dieses Artikels.

Die bibliographischen Informationen des Artikel sind:

Henkel, aus Wallau in Hessen. In: Bernhard Koerner, Hermann Knodt (Hrsg.): Hessisches Geschlechterbuch, Band 3 (= Deutsches Geschlechterbuch, Band 52). C. A. Starke, Görlitz 1927, S. 239–257.[1]

Dieser Band 52 des Deutschen GeschlechterbuchsWikipedia-logo.png wurde von Bernhard Koerner herausgegeben und in Zusammenarbeit mit Pfarrer Hermann Knodt, Bad Nauheim, bearbeitet. Über den Herausgeber erfährt man im Wikipedia-Artikel Bernhard KoernerWikipedia-logo.png mehr.

Als Einreicher des Artikels wird

„Fritz Henkel, Fabrikant, Heldhausen bei Düsseldorf“

genannt.[2] Es dürfte sich um Fritz Henkel „junior“ (1875–1930)Wikipedia-logo.png handeln, denn im Werk wird er als „Fabrikant“ bezeichnet. Hingegen: Dessen Vater Fritz Henkel „senior“ (1848–1930)Wikipedia-logo.png, Begründer des Unternehmens HenkelWikipedia-logo.png, wird nicht als „Fabrikant“ bezeichnet, sondern als „kgl. preuß. Kommerzienrat, Fabrik-Besitzer“.

Im Veröffentlichungsjahr 1927 war der Senior 79 Jahre alt, der Junior 52. Anfang 1930 verstarben beide, der Sohn zwei Monate früher als der Vater.

„Heldhausen bei Düsseldorf“ ist kein bekannter Ort. Es dürfte HolthausenWikipedia-logo.png gemeint sein, Sitz des Henkel-Stammwerks. Der Ort ist zwei Jahre nach der Publikation (1929) in Düsseldorf eingemeindet worden.

Der Einreicher Fritz Henkel „junior“ dürfte nicht der Autor des Artikels gewesen sein; der Autor wird nicht genannt. Der Autor muss ein intimer Kenner der Familien-Genealogie gewesen sein. Das trifft z. B. auf den Genealogen Carl vom Berg zu, der bereits drei Jahre zuvor (1924) das Werk Beiträge zur Geschichte der Familie Henkel im Auftrag der Unternehmerfamilie Henkel verfasste.[3][4] Die Daten des Artikels ähneln sehr den Daten in Beiträge zur Geschichte der Familie Henkel aus dem Jahr 1924 – ich werde das noch genauer prüfen.

Der Artikel ist mit drei ganzseitigen Bildern illustriert; sie sind nicht datiert oder mit Quellen-Informationen versehen:

Das Foto dürfte zwischen dem 1. Juli 1911 (Ernennung zum Kommerzienrat) und 1927 (Erscheinungsjahr des Bandes) entstanden sein.
Das Bild hat die Perspektive eines Luftbildes. Auf den ersten Blick könnte es sich um ein Foto handeln – es könnte sich um eine Reproduktion eines Gemäldes handeln, das im Original möglicherweise farbig ist.

Familienwappen

Familienwappen 1927

Das farbige Familienwappen zu Beginn des Artikels (siehe auch Bild rechts) ist ein Werk von „Geschichtsmaler Gustav Adolf Cloß“[6] aus dem Jahr 1927, erkennbar an der Signatur (und am Stil).

Gustav Adolf ClossWikipedia-logo.png hatte weitere Familienwappen in ähnlicher Art gestaltet, siehe einzelne Werke in der Kategorie „Coats of arms by Gustav Adolf Cloß“ auf Wikimedia Commons, z. B. das Familienwappen Hirzel.

Cloß (bzw. Closs) hatte auch die Illustration Hessisches Geschlechterbuch gestaltet, welches im Beginn des Werks Hessisches Geschlechterbuch, Band 3 eingebunden ist – siehe oben rechts; eines der vier Familienwappen in dieser Illustration ist das der Familie Closs.

Das Familienwappen Henkel ist das erste Thema im Artikel. Dort heißt es:

Wappen (1894): in Rot ein goldener Anker; auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleicher Decke drei rote Rose mit goldenen Butzen an grün beblätterten Stengeln

Diese BlasonierungWikipedia-logo.png unterscheidet sich von der Blasonierung des Wappens aus dem Jahr 1894, siehe unten. Warum diese Variation gewählt wurde, konnte bislang nicht ermittelt werden.

Familienwappen 1894

Die Datierung 1894 bezieht sich auf eine frühere Variante des Wappens, eine schwarzweiße Zeichnung (siehe Bild rechts). Sie wurde ein Jahr vor dem Erscheinungsjahr des Werks erstellt, auf das in einer Fußnote zum Wappen referenziert wird:

„vgl. Siebmacher, bürgerl. Wappenbuch, Nürnberg 1895, Bd. 5, 5. S. 56, Tafel 66.“

Das zitierte Werk lässt sich bibliographisch präziser spezifizieren:

Gustav Adelbert Seyler (Hrsg.): Zweitausend bürgerliche Wappen (= J. Siebmachers großes Wappenbuch. Band 5, Abteilung 5). Bauer & Raspe, Nürnberg 1895, DNB 984769803, S. 56, Tafel 66.[7]

„S. 56“[8] referenziert auf den Textteil des Werks („Bürgerliche Geschlechter“). Dort werden der Einsender und die Blasonierung benannt:

Henkel, Familie Kurhessens. Einsender des Wappens ist Herr Friedrich H., Bankdirector und Hauptmann der Landwehr-Artillerie in Wiesloch (1894)
Wappen: in R. ein g. Anker. Helm: drei r. Rosen an gr. Zweigen. Decken: r. g.

„Tafel 66“[9] ist eine von 100 Tafeln à 20 Familienwappen; die Tafeln und Wappen sind alphabetisch nach den Familiennamen sortiert. Das Wappen rechts ist ein Auszug aus der Tafel 66 („Harmes“ bis „von Heydermarck“).

Das farbige Wappen wurde möglicherweise auf der Basis des Wappens aus dem Werk des Gustav Adelbert SeylerWikipedia-logo.png erstellt. Dort wird es einer Familie aus Kurhessen zugeordnet. Wesentliches Element des Wappens ist ein Anker.

Folgende Fragen sind bislang unbeantwortet:

  • In welchem Verhältnis steht ein Wappen einer Familie aus dem Kurfürstentum HessenWikipedia-logo.png (Kurhessen) zu einer Familie aus Wallau, einem Ort, der zum Großherzogtum HessenWikipedia-logo.png gehörte?
  • Wer ist Autor des Wappens aus Kurhessen und dessen Blasonierung?
  • Welche Bedeutungen oder Anspielungen sollten mit den Wappen-Elementen transportiert werden? Insbesondere: Wie kommt es zu dem maritimen Symbol eines Ankers in einer ländlichen Familie?
  • Warum wurden sowohl die graphische Gestaltung als auch die Blasonierung variiert?
  • Sollte damit dem Wappen der Unternehmerfamilie ein eigenständiger Charakter verliehen werden (unter Bewahrung der wesentlichen Elemente der „Vorlage“)?

Transkriptionsregeln

Ziel der TranskriptionWikipedia-logo.png ist u. a., Lesern den Text leichter zugänglich zu machen. Im SatzWikipedia-logo.png des Originals wurde FrakturschriftWikipedia-logo.png verwendet. Bei der Transkription von Frakturschrift nach „Computer-Schrift“ wurden folgende Regeln verwendet:

  • Hervorhebungen, die im Original durch Sperrsatz dargestellt wurden, sind überwiegend durch Kursivschrift ersetzt worden, der besseren Lesbarkeit wegen. Ob Sperrsatz oder Kursivschrift: Es sind typographische Mittel zur Hervorhebung, die dem Zeitgeschmack unterliegen.
  • Eheschließungen (bzw. „Verheiratet“) sind im Original durch ein Kreuz X dargestellt, das Symbol ⚭ ist der hiesige Ersatz. Das Kreuz X ist gemäß genealogischer Konvention ein Symbol für „Gefallen“ (Tod im Krieg) – das Zeichen könnte also fehlinterpretiert werden. Hingegen: Ein Symbol mit zwei sich überlappenden Kreisen (sinnbildlich für ein Paar Eheringe) ist in der genealogischen Typographie gängig für eine Eheschließung und ist auch für genealogische Laien verständlicher als ein X.
  • Verstorben/Tod wird im Original mit dem Symbol Eisernes Kreuz dargestellt – damit wird ein Eisernes KreuzWikipedia-logo.png symbolisiert.[10] Hier wird es durch das Symbol † ersetzt – dem gängigen genealogischen Symbol für Verstorben/Tod. Im Text des Artikels wird das Symbol nicht nur einem Todesjahr/-datum vorangestellt, sondern es wird auch den Namen verstorbener Personen vorangestellt. Dadurch wird signalisiert, dass (zum Zeitpunkt der Publikation 1927) die betreffende Person als verstorben bekannt war; bzw. ein Fehlen des Symbols besagt, dass die Person seinerzeit lebte.
  • Tipp-/Satz-Fehler des Originals wurden der Text-Treue wegen übernommen. Beispiel: Im ersten Satz ist in der Beschreibung des Wappens der Ausdruck „drei rote Rose“ zu lesen, „Rosen“ wäre richtig.

Anmerkungen zu einzelnen Textstellen

  • Alle Abschnitte mit römischen Ziffern sind mit Sprungmarken versehen (durch Verwendungen der Vorlage {{Anker}}), um sie (extern) referenzieren zu können. Beispiel: Die Sprungmarke #XIVb adressiert den Eintrag des Fritz Henkel Senior.
  • IV. … Henckel (* um 1535; † in Wallau) wird in Konrad 2001:885 als „Hans Henckel der Ältere“ bezeichnet.
  • V a. Hans Henckel, der Ältere (* um 1562 in Wallau; † 15.5.1632 in Wallau) wird in Konrad 2001:887 als „Hans Henckel der Jüngere“ bezeichnet.
  • Der Burghof bei Engers war ein Gutshof nordöstlich des heutigen Neuwieder Stadtteils Heimbach-WeisWikipedia-logo.png, nördlich von EngersWikipedia-logo.png. Das Gebäude wurde 1855/57 erbaut.[11] Anna Wülfing war das jüngste von neun Kindern; ihre acht älteren Geschwister wurden im Zeitraum 1872 bis 1880 auf dem Burghof geboren.[12]:S. 413 Heute bildet „Gut Burghof“ das Zentrum eines Golfplatzes.
  • vgl. Bd. 24 S. 414, X b 9“ ist ein Verweis auf Band 24 des Deutschen Geschlechterbuchs (= Bergisches Geschlechterbuch, Band 1), Seite 414.[12] Der dortige Eintrag „X b 9“ widmet sich in dem umfangreichen Artikel (250 Seiten) zur bergischen Familie Wülfing den Eltern und Geschwistern von Anna Wülfing. Die Vorfahren lassen sich dort weit zurückverfolgen. Die Familie Wülfing wird im 5. Band des Bergischen Geschlechterbuchs (= Deutsches Geschlechterbuch Band 183) aus dem Jahr 1980 erneut thematisiert.
  • Hogefeld bei Kleve ist keine Ortschaft. Es dürfte sich um Gut Hogefeld handeln, einem Gutshof in Kleve-RindernWikipedia-logo.png – heute ist Gut Hogefeld ein Pferdehof.
  • Rensdorf bei Elberfeld ist kein bekannter Ort. Es dürfte RonsdorfWikipedia-logo.png gemeint sein. Am 29. Juli 1929 wurde Ronsdorf (wie auch Elberfeld) als ein Stadtteil in die seinerzeit neugegründete Stadt Wuppertal eingemeindet.

Literatur

  • Liesel und Franz Konrad: Familienbuch Wallau (Lahn) und Weifenbach. In: Schriften der Hessischen Familiengeschichtlichen Vereinigung e. V. Nr. 34. Hessische Familiengeschichtliche Vereinigung, Darmstadt 2001, DNB 96319920X.

Quellen und Anmerkungen

  1. Ein Digitalisat des Bandes ist online bei der „Mazovian Digital Library“ verfügbar.
  2. Koerner 1927, S. 763
  3. Carl vom Berg: Beiträge zur Geschichte der Familie Henkel. Auf Grund des „Stammbaum der Henkel 1470–1912, Manuskript von C. Adolf Stattmann Stuttgart 1912“. Druck: A. Bagel, Düsseldorf 1924, DNB 361818572.
  4. Carl/Karl vom Berg war ein Genealoge, der von der Familie Henkel mit der Erforschung und Darstellung der Genealogie der Unternehmerfamilie beauftragt wurde. Seine Forschungsergebnisse gehen bis in das Jahr 1450 zurück. Das zitierte Werk wurde zur Nutzung innerhalb der Unternehmerfamilie erstellt und ist daher nicht im Handel erschienen. Das Werk ist kritisch zu betrachten, da es nachweislich Fehler hat.
  5. Inmitten des Eintrags XIV b, Fritz Karl Henkel (* 1848), Fritz Henkel senior
  6. Als „Geschichtsmaler“ wird der Künstler im Titelblatt des Werks genannt.
  7. Ein Digitalisat des Werks ist online im „Göttinger Digitalisierungszentrum“ (GDZ) verfügbar.
  8. Siehe Seite 56 des Werks im GDZ.
  9. Siehe Tafel 66 des Werks im GDZ.
  10. Das Symbol Eisernes Kreuz eines Eisernen KreuzesWikipedia-logo.png wird in allen Beiträgen des Hessischen Geschlechterbuchs, Band 3 für „Verstorben/Tod“ verwendet. Möglicherweise wurde es auch in weiteren Werken des Herausgebers verwendet, das ist nicht weiter untersucht worden. Die Verwendung dieses Symbols in allen Fällen von „Verstorben/Tod“ könnte der politischen Gesinnung des Herausgebers Bernhard KoernerWikipedia-logo.png geschuldet sein und ist nicht nur aus heutiger Sicht fragwürdig, sondern dürfte bereits 1927 „eigenwillig“ gewesen sein.
  11. Siehe Stadt Neuwied: Heimbach-Weis; eine alte Ansicht „Burghof b. Engers a. Rhein“ ist auf einer Postkarte zu sehen.
  12. a b Ernst Wülfing: Wülfing. In: Bernhard Koerner, Edmund Strutz (Hrsg.): Bergisches Geschlechterbuch, Band 1 (= Deutsches Geschlechterbuch, Band 24). C. A. Starke, Görlitz 1913, S. 340–589.