Ortsnamen im Kirchengebiet von Breidenbach im fünfzehnten Jahrhundert

Aus Genealogen im Hinterland
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Zur Verfügung gestellt von Norbert Nossek

Ortsnamen im fünfzehnten Jahrhundert in der Schreibweise nach GWJ Wagner 1854: Wüstungen im Großherzogtum Hessen

Auf der Suche nach der Wüstung Wadechin stieß ich auf folgenden Eintrag, auf Seite 407 ((Buchseite 378, 379) 29) Wadechin

Zum Kirchengebiete von Breidenbach gehörten im 15. Jahrhundert folgende Orte:

Rode Roth
Ibeshussen Eibelshausen
Litresfeld Lixfeld
Frehenthüsen Frechenhausen
Zweyhorle Ober- und Niederhörlen
Ginderna Gönnern
Yssenhussen superior Obereisenhausen
Yssenhussen inferior Niedereisenhausen
Stempherphe Steinperf
Achimbach Achenbach
Wadechin - ausgegangen
Simmersbach Simmersbach
Puderbach Puderbach
Obbirn Dydena Oberdieten
Nyddern Dydena Niederdieten
Wolckershussen Wolzhausen
Weyffenbach et Willingshusen Weifenbach und Bellingshausen (auch Billingshausen) – aufgelöst
Gotzhusen Quotshausen
Gladebach Kleingladenbach
Nyddern Laasphe Niederlaasphe in Wittgenstein
Melsbach nun Breidenstein
Walen Wallau
Fischelnbach Fischelbach in Wittgenstein
Heysembach Hesselbach in Wittgenstein
Wesentpach et Dietzraide Wiesenbach in Hessen und Dietzenrod in Wittgenstein
Breydenbach Breidenbach

Die Lage von Wadechin, welche nicht bekannt ist, könnte vielleicht annähernd gefunden werden. In dem vorstehenden Verzeichnis sind an mehreren Stellen die Orte in der Reihenfolge ihrer Lage aufgeführt. Wadechin ist zwischen Achenbach und Simmersbach genannt; und bei diesem nördlich, ist der Berg „Wachenküppel“ gelegen, welche Benennung zu Wadechin vielleicht nicht ohne Beziehung seyn möchte.

Nach anderer Deutung geht der Name „Wachenküppel“ auf Wächterposition auf einer Bergkuppe zurück, auf der man einen entsprechenden Weitblick in das benachbarte Ausland hatte. Nach Meinung von Heinz Blöcher aus Roth würde es sich um den ehemaligen, alten Ort Mandeln handeln, der im Tal weiter aufwärts gelegen war.

Diese Annahme könnte damit Begründet werden, dass der Ort Mandeln namentlich nicht in der Aufstellung der Kirchspielorte auftaucht. Da der Ort bereits im 15. Jahrhundert nicht mehr existiert hat bedeutet, dass er lange vor dem 30jährigen Krieg evtl. durch eine Seuche ausging und die verbliebenen Bewohner sich anderen Orten wie z.B. Roth zuschlugen.

Eine weitere Wüstung scheint es gegeben zu haben, „Stedehusen“ um 1367, in 1589 Wüstung. Sie wird der Breidenbacher Gemarkung zugewiesen in Verbindung mit dem Flurnamen „Im Städebach“, sehr unwahrscheinlich würde ich sagen, denn Stedenhausen lag oberhalb von Oberdieten in dem Tälchen neben der Straße nach Hörlen.