Hessisches Hinterland: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Genealogen im Hinterland
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Der Landkreis Biedenkopf bildete bis 1867 mit dem ehemaligen Amt Battenberg einen Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Weit von der hessischen Hauptstadt entfernt, erhielt dieses Gebiet den Namen '''Hessisches Hinterland'''. Bis zum Übergang an Preußen grenzte es im Westen an die Grafschaft Nassau-Oranien und die Grafschaften Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Im Norden und Osten waren ihm das Kurfürstentum Kassel und im Süden das Königreich Preußen benachbart. – In schmaler, langer Ausdehnung erstreckt sich der Kreis von Norden nach Süden und nimmt den Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges – Rothaargebirge und Westerwald ein. Die Gebirgszüge haben eine Höhe von 220 bis 674 Meter. Das Berg- und Hügelland wird von zahlreichen Gewässern – Eder, Lahn, Perf, Dautphe, Salzböde und Allna – durchquert. Den Flusstälern von Eder, Lahn und Salzböde folgend, öffnet sich die Landschaft zum Marburger Becken hin. Die Verkehrswege richteten sich in ihrem Zuge nach den genannten Flussläufen. Eine für die Entwicklung des Gebietes erforderliche Nord-Süd-Straße fehlte. Geologisch gehört das Gebiet hauptsächlich zur Devon- und Culm-Formation, in denen Schiefer, Grauwacke und Diabas überwiegen. Die Eigenart des Hinterlandes beruht auf der einmaligen Schönheit des Landschaftsbildes; Berge und Täler beschenken das Land mit wechselnden Bildern. Abgeschirmt gegen die Hast und die Unruhe des großen Durchgangsverkehrs bietet die Landschaft eine traute Harmonie.
 
Der Landkreis Biedenkopf bildete bis 1867 mit dem ehemaligen Amt Battenberg einen Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Weit von der hessischen Hauptstadt entfernt, erhielt dieses Gebiet den Namen '''Hessisches Hinterland'''. Bis zum Übergang an Preußen grenzte es im Westen an die Grafschaft Nassau-Oranien und die Grafschaften Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Im Norden und Osten waren ihm das Kurfürstentum Kassel und im Süden das Königreich Preußen benachbart. – In schmaler, langer Ausdehnung erstreckt sich der Kreis von Norden nach Süden und nimmt den Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges – Rothaargebirge und Westerwald ein. Die Gebirgszüge haben eine Höhe von 220 bis 674 Meter. Das Berg- und Hügelland wird von zahlreichen Gewässern – Eder, Lahn, Perf, Dautphe, Salzböde und Allna – durchquert. Den Flusstälern von Eder, Lahn und Salzböde folgend, öffnet sich die Landschaft zum Marburger Becken hin. Die Verkehrswege richteten sich in ihrem Zuge nach den genannten Flussläufen. Eine für die Entwicklung des Gebietes erforderliche Nord-Süd-Straße fehlte. Geologisch gehört das Gebiet hauptsächlich zur Devon- und Culm-Formation, in denen Schiefer, Grauwacke und Diabas überwiegen. Die Eigenart des Hinterlandes beruht auf der einmaligen Schönheit des Landschaftsbildes; Berge und Täler beschenken das Land mit wechselnden Bildern. Abgeschirmt gegen die Hast und die Unruhe des großen Durchgangsverkehrs bietet die Landschaft eine traute Harmonie.
  
Aus: ''Karl Huth: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Landkreises Biedenkopf''
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Text-Zitat aus: ''Karl Huth: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Landkreises Biedenkopf''
  
 
Hier eine Übersichtskarte ''(zeitliche Geltung ?)'':
 
Hier eine Übersichtskarte ''(zeitliche Geltung ?)'':
  
 
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Version vom 23. Februar 2012, 03:10 Uhr

Geschichte im Hinterland bezieht sich lokal auf das Hessische Hinterland im weitesten Sinne.

Ausfühliche Informationen über das Gebiet befinden sich auf Wikipedia.

Der Landkreis Biedenkopf bildete bis 1867 mit dem ehemaligen Amt Battenberg einen Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt. Weit von der hessischen Hauptstadt entfernt, erhielt dieses Gebiet den Namen Hessisches Hinterland. Bis zum Übergang an Preußen grenzte es im Westen an die Grafschaft Nassau-Oranien und die Grafschaften Sayn-Wittgenstein-Hohenstein und Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Im Norden und Osten waren ihm das Kurfürstentum Kassel und im Süden das Königreich Preußen benachbart. – In schmaler, langer Ausdehnung erstreckt sich der Kreis von Norden nach Süden und nimmt den Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges – Rothaargebirge und Westerwald ein. Die Gebirgszüge haben eine Höhe von 220 bis 674 Meter. Das Berg- und Hügelland wird von zahlreichen Gewässern – Eder, Lahn, Perf, Dautphe, Salzböde und Allna – durchquert. Den Flusstälern von Eder, Lahn und Salzböde folgend, öffnet sich die Landschaft zum Marburger Becken hin. Die Verkehrswege richteten sich in ihrem Zuge nach den genannten Flussläufen. Eine für die Entwicklung des Gebietes erforderliche Nord-Süd-Straße fehlte. Geologisch gehört das Gebiet hauptsächlich zur Devon- und Culm-Formation, in denen Schiefer, Grauwacke und Diabas überwiegen. Die Eigenart des Hinterlandes beruht auf der einmaligen Schönheit des Landschaftsbildes; Berge und Täler beschenken das Land mit wechselnden Bildern. Abgeschirmt gegen die Hast und die Unruhe des großen Durchgangsverkehrs bietet die Landschaft eine traute Harmonie.

Text-Zitat aus: Karl Huth: Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Landkreises Biedenkopf

Hier eine Übersichtskarte (zeitliche Geltung ?):

Karte Kreis Biedenkopf.jpg