Familienforschung Debus

Aus Genealogen im Hinterland
Version vom 10. Juni 2020, 18:21 Uhr von Henkel (Diskussion | Beiträge) (→‎Nachruf)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen

Projekt DeFa – Debus-Familien im Hessischen Hinterland und sonstwo

LogoDEFA.jpg

"Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde" (Bibel nach Luther, Prediger 3,1) - so auch das Projekt DeFa - Debus-Familien im Hessischen Hinterland und sonstwo.

So begann der Text:

„Ziel des Projektes ist es, Ursprünge und Verbreitung des Namens Debus im Hinterland aufzuarbeiten und die Geschichte der Familien durch Darstellung von Lebensläufen und Ereignissen anschaulich zu machen. Ursprünge des Namens Debus finden wir in Friedensdorf und in Hartenrod, ohne bislang eine Verbindung zwischen ihnen entdeckt zu haben. Die Friedensdorfer Linie breitet sich eher im nördlichen Kreis (Marburg-)Biedenkopf aus, die Hartenroder Linie im südlichen. In den Darstellungen werden auch die Ausbreitungen über das Hinterland hinaus, z. B. in der Zeit der Industrialisierung, der Auswanderung und der gegenwärtigen Mobilität, einbezogen.

Für die Organisation und Redaktion sind verantwortlich:

  • Günter Debus, geboren in Gönnern, ist seit seiner Chronik für Gönnern (1996) interessiert an Biographien von Familien und Personen im Hinterland, insbesondere früheren Lebensläufen und zeitgeschichtlichen Lebensbewältigungen. Er vertritt die Friedensdorfer Debus-Linie.
  • Anneliese Westmeier ist im Februar 2019 plötzlich verstorben (siehe Ein Nachruf). Sie war Leiterin des Hinterländer Genealogenkreises und als Autorin des Buchenauer Familienbuches Kennerin der Hinterländer Familienforschung. Sie hatte das Projekt DeFa von Beginn an unterstützt und sich als Sachkennerin und Vermittlerin eingebracht. Ihr sei posthum noch einmal herzlich gedankt. Wie sich erst beim Schreiben über Katzenbach herausstellte, war Anneliese Westmeier mit ihrem 2014 verstorbenen Mann, Jürgen Westmeier, über dessen Vorfahren im Enners-Hof in Katzenbach mit einer Debus-Linie verknüpft.
  • Stefan Debus, geboren in Rachelshausen, hat sich sehr früh mit Familienforschung befasst und hat federführend an der Chronik Rachelshausen (2011) mitgewirkt. Er spürt frühe Spuren der Debus auf und übernimmt als Technik-Fan die Einrichtung und die Pflege der Beiträge im Netz.
  • Helmut Mankel in Holzhausen ist ohne verwandtschaftliche Beziehung zu Debus-Familien. Seit Jahren ist er an Vorarbeiten zum Projekt beteiligt und immer wieder gefragt, wenn es um die präzise Klärung von Personendaten in Kirchenbüchern, Eigentumsverhältnissen in Steuerlisten u.a. geht.

Ein kräftiger Anstoß zur Aufnahme des Projekts in „Geschichte im Hinterland“ (nun: „Genealogen im Hinterland“) kam von Eckhard Henkel, der die Website hat wieder auferstehen lassen und sie als Administrator betreut. Dafür danken wir ihm.“

2009 wurde das Projekt – nach langen Vorbereitungen – gestartet.

Heute, 2020, stellen wir mit Dank fest, was nach elf Jahren daraus geworden ist. Ursprünglich war ein Beitrag über die Geschichte von Katzenbach geplant. Statt einer Buchveröffentlichung planten wir eine Recherche- und Dokumentationsplattform im Netz. Die Geschichte von diesen Anfangsideen bis zur Umsetzung im Netz 2012 gibt der Beitrag * Von den Anfängen bis zur Umsetzung des DeFa-Projektes wieder. Am Anfang des Jahres 2020 stellen wir fest, dass einige wichtige Planer von damals, wie Wilhelm Völkel und Anneliese Westmeier, verstorben sind, einige ihre Mitwirkung einstellen mussten, wie Stefan Debus, und inzwischen nicht Hoch- jedoch Höherbetagte, wie Helmut Mankel und ich, Günter Debus, daran denken müssen, von der aktiven Mitarbeit Abstand zu nehmen.

Wir können nicht garantieren, dass unsere Internetseite erhalten bleibt. Deshalb empfehlen wir allen Interessierten, Beiträge für sich extern zu sichern.

An dieser Stelle allen Mitwirkenden und Interessierten unseren herzlichen Dank! Das Interesse an Familiengeschichte und Zeitgeschehen wird erhalten bleiben und aktive Gestalter der Kommunikation finden. Auch auf dieser Seite werden derzeit aktuelle Beiträge eingestellt.

Günter Debus

Aachen, 27. März 2020


Einführung

Nachruf

Fritz Debus 2015

Nachruf Fritz Debus (1927–2020) aus Bochum-Wattenscheid

Wir trauern um unseren Freund und historisch und genealogisch interessierten Familiengeschichten-Erzähler

Fritz Debus (1927–2020) aus Bochum-Wattenscheid mit Vorfahren-Wurzeln im hessischen Hinterland.

Am Donnerstag, dem 12. März 2020, verstarb Fritz im Alter von 93 Jahren.

Fritz Debus war einer der wichtigsten Autoren und Mitgestalter im DEFA-Projekt. Einen Hinweis von Helmut Mankel in Holzhausen, den Fritz Debus schon 2004 in einem Brief um Hilfe bei seinen Recherchen gebeten hatte, nahm ich 2009 zum Anlass, Fritz Debus anzuschreiben.

Aus seinem Antwortbrief vom 15.03. 2009 an mich zitiere ich:

„Sehr geehrter Herr Günter Debus, ich darf Sie wohl in unserem großen Familienkreis so ansprechen. Ich habe mich riesig über Ihren Brief gefreut, endlich einmal werde ich angeschrieben, im Allgemeinen bin ich immer der Briefschreiber, Bittsteller und Anfragender.

Wie ich aus Ihrem Brief ersehe, ist Johann Theiß Debus * 1744 Ihr sowie mein Vorfahre, also unser gemeinsamer „Alturgroßvater“. Von diesem Zeitpunkt an habe ich alle Unterlagen bis zum Johannes Debus + 24.08.1645 in Friedensdorf für Sie zusammengestellt. Eine DVD mit unserer Familienchronik und eine DVD mit Orten und Häusern, die für meine Familienforschung von großer Wichtigkeit sind, habe ich beigefügt.

Seit einiger Zeit fahre ich regelmäßig jedes Jahr für einen Tag ins Dautphetal, um einer Spur nachzugehen, die ich aus den Urkunden für sehenswert halte, z.B. das Schäfers-Haus in Mornshausen, es wird in vielen Urkunden erwähnt. Mit vier Personen sind wir ausgeschwärmt von Haus zu Haus, gefragt wurde jede Person auf der Strasse, bis wir fündig geworden sind. Eine Frau Rosemarie Müller bat uns ins Haus, nach einem längeren Gespräch holte sie ein altes Album hervor und zeigte mir ein vergilbtes Foto, ihr Kommentar dazu: „Schon 1932 war ein Debus aus Bochum zwecks Ahnenforschung in unserem Hause.“ Es war mein Patenonkel Dr. Fritz Debus mit seiner Tochter Elisabeth… Mein Patenonkel hat während seiner Studienzeit in Marburg schon sehr früh mit der Familienforschung begonnen und besaß auch viele Original-Urkunden, leider sind diese während des Krieges in einem Banktresor in Bochum verkohlt. P.S. zu meiner Person; Maschinenbaumeister im Ruhestand 82 Jahre.“

Im Jahr 2012 wurde das DeFa-Projekt mit der von Eckhard Henkel betreuten Internetseite begonnen. Nun sind wir im Jahr 2020. In diesen acht Jahren hat sich rund um Fritz Debus und seine Familie eine Welt zeitgeschichtlicher Ereignisse aufgrund unerwartet aufgefundener Dokumente aufgetan, deren Auffindung wir als einzigartig erleben.

Fritz Debus wurde konfrontiert mit zeitgeschichtlichen Ereignissen der Familie seines Großvaters, Als Steiger an Ruhr und Saar: Carl Friedrich Debus (1860–1934) – Vater von zwölf Kindern. Dessen Söhne gaben wiederum Anlass zu biographischen Beiträgen: Es sind die Onkel von Fritz: Dr. Fritz Debus, Carl Debus, Walter Debus und Gustav Debus. Sein Vater Wilhelm Debus spielt in seinen eigenen biographischen Darstellungen eine Rolle.

Sein Patenonkel Fritz Debus war für ihn Vorbild in Sachen Familienforschung. Der Beitrag über diesen Onkel Ein Lebensumbruch 1943–1945: Geograph und Handelslehrer Dr. Fritz (Friedrich Wilhelm) Debus aus Bochum gibt die Störungen eines Lebenslaufs vor und nach dem Nazi-Regime wieder. Sein Onkel Carl Debus ist der Autor des Buchmanuskripts über den Bau von Tunnelanlagen im Ersten Weltkrieg in der Champagne. Das Manuskript ist erwähnt im Beitrag über den Großvater von Fritz: Als Steiger an Ruhr und Saar: Carl Friedrich Debus (1860–1934) – Vater von zwölf Kindern. Dort findet sich die Aussage: „Karl Friedrich leitete als Bergbau-Experte in einer Pionier-Kompanie eine Untertunnelung der feindlichen Linien, darüber schrieb er später das Buch Der Debus-Tunnel.“ Doch für Fritz galt das Manuskript bis 2013 als verloren. Das Buchmanuskript mit dem Titel "Der deutsche Bergmann im Weltkriege – Champagne 1915" mit Schwerpunkt in der Darstellung des nach ihm benannten Tunnels, Debus-Tunnel, wurde 2013 entdeckt und 2014 dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum übergeben. Wie aus den Unterlagen zum Buchmanuskript hervorgeht, war das Buchmanuskript zum Druck freigegeben, wurde jedoch wegen Absage der vorgesehenen Druckerei 1942 angesichts der Kriegssituation nicht mehr gedruckt. Nach dem Beginn der Bombardierungen im Ruhrgebiet übergab Carl Debus einen Koffer mit Manuskript und Dokumenten auf dem Weg nach einem sicher geglaubten Ort in Thüringen seinem damaligen Stellvertreter in der Champagne, Hubert Jungbluth, in Hergenrath in Belgien. Carl Debus verstarb in Thüringen, der Koffer wurde nicht abgeholt und die Familie von Hubert Jungbluth suchte über Jahre die Familie des Carl Debus, um den Koffer zurückzugeben. Siegfried Palm und seine Schwester Charlotte, 2013 Internet nutzend, stießen bei Eingabe des Stichworts „Debus-Tunnel“ auf die Internetseite Als Steiger an Ruhr und Saar: Carl Friedrich Debus (1860–1934) – Vater von zwölf Kindern und nahmen direkt Kontakt mit Fritz Debus und mir auf. Aus der Auswertung des Manuskripts und der Dokumente entstanden Beiträge zu den Tunnelanlagen im Ersten Weltkrieg: Debus-Tunnel, Ditfurth-Tunnel, Hertzberg-Tunnel, Mont-Cornillet-Tunnel und andere Tunnel. Zwischen Fritz Debus, Siegfried Palm und mir entwickelte sich eine intensive freundschaftliche Zusammenarbeit.

Der Tod seines Onkels Walter Debus 1918 an der französischen Front war der Anlass eines Briefes seines Großvaters an dessen Sohn Gustav an der Westfront. Der Brief ging verloren und tauchte in einem Militärarchiv in Tasmanien auf, geriet 2018 als Lernhilfe zum Deutschlernen in die Hände eines pensionierten Justizbeamten in Hobart, Colin Baldwin, wurde von ihm übersetzt und mit unermüdlichem Engagement durch monatelange Recherchen - letztlich über unsere Internetseite - der Großvaterfamilie von Fritz zugeordnet. Eindrucksvoll 2018 die Aussage von Fritz Debus: „Das ist der Brief meines Opas!“

Seitdem gibt es vom Enkel des Gustav Debus, Hans Jaekel, Fachleiter und Lehrer für Philosophie in Bielefeld, Recherchen zu den damaligen militärischen Geschehnissen an der Westfront. Wo waren die Australier im Einsatz? Wo ist das Grab von Walter? Seine Frau stammt aus Frankreich, wenn sie in der Nähe sind, setzen sie ihre Recherchen im Kontakt mit Menschen vor Ort fort. Ein Bericht liegt bereits vor und wird demnächst auf der Internetseite erscheinen.

Fritz Debus war eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Von 1942 bis 1982 war er als Maschinenbaumeister und Leiter der Gießerei bei der Firma Blum am Watermannsweg in Bochum-Wattenscheid beschäftigt. Über seinen Beruf hinaus war er interessiert an Technik und Geschichte, engagiert in Familienforschung und Zeitgeschichte. Vor Computern hatte er bis ins hohe Alter keine Scheu, mit Videokamera suchte er Industrieanlagen und Herkunftsorte seiner Vorfahren, z.B. im hessischen Hinterland, auf.

Fritz Debus wurde in eine große Familie hineingeboren und engagierte sich für den Zusammenhalt der Großfamilie. Mit Stolz erzählte er von seinem Großvater, dem an Ruhr und Saar tätigen Steiger Carl Friedrich Debus. Ein Schatz für ihn war die goldene Uhr des Großvaters, die dieser für seine Verdienste auf der Zeche Holland 1923 erhalten hatte, nachdem er als Betriebsführer den legendären Schacht VI gleichzeitig vom Tage und von der siebten Sohle abteufen ließ. Sein Vater Wilhelm Walter war bei der Zeche Rhein-Elbe-Alma in Gelsenkirchen. Fritz Debus kannte die Welt der Zechen in Wattenscheid, deren Lebenshöhepunkte und auch deren allmähliches Sterben. Er sammelte Dokumente und bastelte selbst Modelle von Schachtanlagen.

In der Familienforschung setzte Fritz Debus die schon in den 20er Jahren begonnene Familienforschung seines Patenonkels, des promovierten Geographen Fritz Debus, fort. Aus der vertrauten Heimat des Ruhrgebiets wollte man doch Einblick in die Idylle des hessischen Heimatlandes der Vorfahren bekommen. Bis in seine letzten Tage war Fritz Debus mit der Aufarbeitung der Familiengeschichte befasst. Mitwirkende und Interessierte am DEFA-Projekt haben Fritz Debus viel zu verdanken. Wichtige Beiträge sind erst durch seine Mitarbeit möglich geworden.

Fritz, Du hast unser Leben bereichert. Wir danken Dir.

Günter Debus

Aachen, 16.03.2020

Neue Beiträge und Änderungen

Der weltbekannte südamerikanische Befreiungstheologe Hugo Assmann (1933–2008) stammt aus der Aßmanns-Mühle in Gönnern

Der nachweisbare Vorfahre von Hugo Assmann im 17. Jahrhundert war Müller in der Aßmanns-Mühle in Gönnern! Siehe „Der Befreiungstheologe Hugo Assmann (1933–2008) und die Aßmanns-Mühle in Gönnern“.

Dr. Fritz Debus (1899–1964) und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Nach der Rekonstruktion der Biographie von Dr. Fritz Debus aus Frankfurt und der Offenlegung in einem Bericht auf der Webseite Beim Wort genommen: Dr. Fritz (Friedrich Karl) Debus (1899–1981) aus Frankfurt wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) darüber informiert, welche verschwiegenen und verheimlichten Aktivitäten ihr ehemaliger Mitarbeiter in der Zeit vor 1945 unter nationalsozialistischer Herrschaft zu verantworten hat. Im Auftrag des VDK wurde anläßlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums des Volksbundes eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte des Volksbundes in Auftrag gegeben. Das Ergebnis liegt mit einer im September 2019 erschienenen Buchpublikation mit über 500 Seiten vor:

Bernd Ulrich, Christian Fuhrmeister, Manfred Hettling, Wolfgang Kruse: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Entwicklungslinien und Probleme. be.bra wissenschaft verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-95410-254-9.

Im Beitrag über Dr. Fritz Debus sind die Aussagen unter Ergänzung aufgenommen.

Schicksalsbrief

Schicksalsbrief aus dem Ersten Weltkrieg 1918, Colins Fund in Australien 2018 – Fritz Debus (* 1927): „Dieser Brief ist von meinem Opa!“

Der Beitrag „Als Steiger an Ruhr und Saar: Carl Friedrich Debus (1860–1934) – Vater von zwölf Kindern“ erzählt die Geschichte eines erfolgreichen Bergmanns, dessen Vater aus Mornshausen an der Dautphe im hessischen Hinterland (Marburg-Biedenkopf) ins Ruhrgebiet ausgewandert war. Dieser Beitrag im Netz hat zu zwei spektakulären Reaktionen geführt:

  • Vor vier Jahren, 2013, meldet sich ein Geschwisterpaar aus Hergenrath in Belgien (nahe Aachen), Siegfried Palm und Charlotte, und freut sich, nun hätten sie nach vielen Bemühungen endlich den lang gesuchten Adressaten per Google-Suche im Internet gefunden. Seit 70 Jahren würde bei ihnen auf dem Speicher ein Koffer aufbewahrt, der enthalte das Buchmanuskript des Carl Debus, ältester Sohn von Carl Friedrich Debus, von dem im Beitrag veröffentlicht wird, er habe im Ersten Weltkrieg in der Champagne einen Tunnel, den nach ihm benannten Debus-Tunnel, gebaut und darüber ein Buch geschrieben. Der Koffer enthält das druckgenehmigte aber nicht mehr veröffentlichte Manuskript sowie Fotos, Dokumente und Karten und war von Carl Debus auf der Flucht vor Bombenangriffen im Ruhrgebiet bei seinem Stellvertreter beim Tunnelbau, Hubert Jungbluth, zur Verwahrung abgegeben, aber nie abgeholt worden. Der Inhalt des Koffers, inzwischen im Bergbaumuseum Bochum archiviert, wurde ausgewertet und in den Beiträgen zu den Tunnelanlagen im Netz veröffentlicht.
  • Im Februar 2018 meldete sich per E-Mail ein Colin Baldwin aus Hobart in Tasmanien, Bundesstaat von Australien, mit der Aussage, alles spreche dafür, dass ein Brief aus dem dortigen Militärarchiv mit der Familie des Carl Friedrich Debus zu tun habe. Nach vielen vergeblichen Kontakten zu deutschen Archiven und Behörden sei er schließlich bei nochmaliger Internetsuche auf den Beitrag „Als Steiger an Ruhr und Saar: Carl Friedrich Debus (1860–1934) – Vater von zwölf Kindern gestoßen. Ort und Namen würden passen. Fritz Debus in Bochum, Mitautor des Beitrags und Enkel von Carl Friedrich Debus, bestätigt nach Einsehen des Dokuments: „Dieser Brief ist von meinem Opa!“

Es ist ein Schicksalsbrief. Carl Friedrich Debus schreibt an seinen Sohn Gustav, der sich im Kriegseinsatz an der Westfront befindet. Er informiert ihn über die Nachricht, dass sein Bruder Walter gefallen sei. Der Brief eines Vaters, dessen fünf Söhne 1918 im Krieg sind. Kommen sie alle heil nach Hause?

Wir danken Colin Baldwin, unserem neuen Freund Colin, für seine akribische und unermüdliche Suche nach der Familie des Verfassers des Briefes. Wer denkt schon, dass ein Brief aus dem Ersten Weltkrieg in einem Archiv am „anderen Ende der Welt“, in Tasmanien, ruht? Und dass 100 Jahre später ein Pensionär sich der Mühe unterzieht, diesen Brief in Deutsch und zudem in Sütterlinschrift zu verstehen und an den richtigen Adressaten zu bringen? Der Brief, so die Überlieferung, habe ein Australier in der britischen Armee damals in Frankreich an sich genommen und ihn zuhause in Hobart den Behörden übergeben.

In der Zwischenzeit ist Hans Jäkel in Bielefeld zur Kontaktgruppe hinzugekommen. Er ist der Enkel des Briefadressaten Gustav Debus. Seine Recherchen in Frankreich und die weiteren Nachforschungen von Colin Baldwin in Hobart (Tasmanien, Australien) sind im Beitrag

* Recherchen zum Schicksalsbrief: Eine Frankreichreise Ostern 2019 aufgenommen.

Zur Kontaktgruppe, die sich mit den familienbezogenen Vorgängen an der Westfront im Ersten Weltkrieg befasst, gehören nach dem Tod von Fritz Debus (Bochum)(siehe Nachruf): Siegfried Palm (Hergenrath, Belgien), Colin Baldwin (Hobart, Tasmanien, Australien), Hans Jäkel (Bielefeld), Eckhard Henkel (Bad Honnef) und Günter Debus (Aachen).

Aktuelle Beiträge


  • Tunnelanlagen im Ersten Weltkrieg: Debus-Tunnel, Ditfurth-Tunnel, Hertzberg-Tunnel, Mont-Cornillet-Tunnel und andere Tunnel
Die Beiträge sind wegen der Nacharbeit zu den Gedenkveranstaltungen in 2018 weiterhin aktuell. Der jetzige Stand ist der 30.10. 2019.
* Der Debus-Tunnel und andere Tunnelanlagen im Ersten Weltkrieg, Champagne 1915 enthält detaillierte Darstellungen einzelner Tunnelanlagen
* Die Akteure beim Tunnelbau im Ersten Weltkrieg, Champagne 1915 gibt einen Überblick über beteiligte Personen und Truppen
* Krieg: „Mit Gott für Vaterland“ – „Entrüstet Euch“
* Der Steiger Carl Debus als Konstrukteur des Debus-Tunnels in der Champagne 1915 dient der verwandtschaftlichen Einordnung von Carl Debus.
  • Schicksalsbrief
* Schicksalsbrief aus dem Ersten Weltkrieg 1918: Carl Friedrich Debus zum Tod des Sohnes Walter
* Recherchen zum Schicksalsbrief: Eine Frankreichreise Ostern 2019
  • Fritz Debus und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
* Beim Wort genommen: Dr. Fritz (Friedrich Karl) Debus (1899–1981) aus Frankfurt

Allgemeine Beiträge


Debus: Namen

Debus-Wörter

Debus und Weltgeschichte

Beiträge zu Linien und Biographien


Bekannte Debus-Persönlichkeiten: Leben und Herkunft


Autoren und Mitwirkende